Dienstag, 6. April 2010

Osterwochenende mit positiver Bilanz:
"Lediglich" zwei Verkehrstote zu beklagen

  • Niedrigste Verkehrsunfallrate seit dem Jahr 1968
  • Unfälle und Zahl der Verletzten zurückgegangen

Mit zwei Verkehrstoten in Oberösterreich und in Tirol ist das diesjährige Osterwochenende das unblutigste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Auch die Zahl der Unfälle und der dabei Verletzen ist deutlich zurückgegangen. Bei den Schwerpunktaktionen der Polizei wurden rund 71.000 Raser und 570 Alkolenker erwischt, berichtete das Innenministerium.

Insgesamt haben sich am Osterwochenende von Karfreitag bis Ostermontag 262 Unfälle ereignet. Das sind um 161 (38,1 Prozent) weniger als im Vorjahr (423 Unfälle). 339 Menschen wurden dabei verletzt (um 245 bzw. 42 Prozent weniger als noch 2009 mit 584 Verletzten). Die zwei Opfer sind der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1968.

Die beiden Todesopfer im heurigen Jahr sind am Karsamstag bzw. am Ostermontag verunglückt. Ein 71-jähriger Mann ist in Wattens in Tirol von einem ausparkenden Pkw niedergestoßen und tödlich verletzt worden. Zwei Tage später starb in Oberösterreich ein 65-jähriger Deutscher nachdem er von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. 2009 haben sechs Menschen ihr Leben verloren, 2008 waren es acht. Im Vergleich dazu waren am schlimmsten Osterwochenende im Jahr 1976 39 Todesopfer zu beklagen.

Im Zuge der verschärften Polizeikontrollen wurden 71.179 Fahrzeuglenker mit zu hoher Geschwindigkeit erwischt (2009 waren es 78.272, was einem Rückgang von 9,1 Prozent entspricht). Den Vogel schoss ein Pole in Tirol ab, der mit seinem Sportwagen eine Zivilstreife mit 220 km/h überholte. In Vorarlberg wurde ein Deutscher bei starkem Regen in einer Tempo 100-Beschränkung mit 174 km/h gestoppt.

(apa/red)

6.4.2010 18:05