Mittwoch, 14. April 2010

Faszinierendes Tel Aviv: Isreals größte Metropole als trendy Mittelmeer-Hot-Spot

  • Hier finden Sie das beste Beachlife im Nahen Osten
  • FIRST-Streifzug durch die Stadt, die niemals schläft

Zum hundertjährigen Bestehen führte Tel Aviv im Vorjahr selbstbewusst vor Augen, dass es ein Ort ist, der vor Jugendlichkeit pulsiert. In der Stadt, die am 11. April 1909 aus dem Nichts in den Dünen entstanden ist, gilt alles über 30 als antik, und gerne zitieren die Einwohner über die Rolle der zweitgrößten Metropole Israels spöttisch: "Jerusalem betet, Haifa arbeitet – und Tel Aviv feiert."

Mit 3,2 Millionen Einwohnern größter Ballungsraum und Wirtschaftszentrum des Landes, gilt Tel Aviv als Inbegriff modernen jüdischen Lebens und Symbol für den Wirklichkeit gewordenen Traum einer selbstbestimmten jüdischen Existenz. Lebenslust und Freiheit dominieren das Selbstverständnis der Bewohner, die trotz religiöser und politischer Enge der Partyszene huldigen.

Sperrstunden gibt's hier nicht
Tel Aviv, das gern mit T. A. abgekürzt wird, und Festefeiern sind untrennbar miteinander verbunden. Strand und Nacht bestimmen das Leben in der Stadt, die damit kokettiert, niemals zu schlafen. Es gibt keine Sperrstunden, Geschäfte sind rund um die Uhr geöffnet, und Partys werden zu jeder Tages- und Nachtzeit gefeiert. Tel Aviv ist nicht Israel, so wie das große Vorbild New York nicht die USA widerspiegelt. Hier gelten nicht die Raster der Orthodoxie, sondern das aufgeklärte, urbane Denken, das lässige Savoir-vivre der "Sabres" und ihrer Kinder. Dieser eskapistische Hedonismus ist wohl auch der Grund, warum sich Tel Aviv in den letzten Jahren zum Hotspot am Mittelmeer entwickelt und Partymetropolen wie Barcelona oder Ibiza den Rang abgelaufen hat.

Streifzug durch die Geschichte der Stadt
Beginnen wir unseren Streifzug im antiken Jaffa, wo sich die berühmte Peterskirche befindet, und schlendern die endlos scheinende Meerespromenade entlang Richtung Norden. Auf dem Laufsteg der Tel Aviver Lebenslust ist der Himmel meist wolkenlos, der weiße Sandstrand gepflegt und das Meer sauber. Sexy sind sie hier, die Menschen. Ja, das Klischee stimmt: Tel Aviv ist die Stadt der schönen Leute. Der Versuch, Cornetto-förmige Männer mit breiten Schultern, muskelbepackten Oberarmen und Sixpack zu zählen, scheitert kläglich. Der Sex-Appeal der Frauen ist erst gar nicht in Worte zu fassen. Die Mädchen hier gelten zu Recht als die schönsten der Welt, was sie auch gerne zeigen. Hier wird nicht nur aufs Exzessivste geflirtet, sondern auch ab Mittag getrunken und gefeiert.

Flanieren und gustieren
Will man die gesamte Strandpromenade abgehen, wird daraus ein ausgedehnter Spaziergang über mehrere Kilometer, entlang guter Fischlokale, Humusrestaurants, asiatischer und italienischer Lokale. Am Ende der Promenade liegt der ehemalige Hafen, dessen Mole vor ein paar Jahren einen hölzernen Boden erhalten hat und Treffpunkt für Jung und Alt ist. Wenn es Abend wird, füllen sich hier die unzähligen Strandbars, man schaut der untergehenden Sonne zu, die Hochhaustürme der Hotels im Rücken, zieht an der Wasserpfeife und plant die Disco- und Clubbesuche für den späteren Abend.

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14.4.2010 11:44