Mittwoch, 31. März 2010

Fankultur andersrum

  • Tino Teller über den Boom bei Eishockey & Co

Eine dramatische, an Spannung kaum zu überbietende Eishockeymeisterschaft biegt mitten im Frühling in die Zielgerade ein. Über eine Million zahlende Zuschauer haben die Hallen von Klagenfurt bis Wien, von Graz bis Linz, von Salzburg bis Villach gestürmt. Davon kann zum Beispiel die zweithöchste Spielklasse des österreichischen Fußballs nur träumen. Dass am Palmsonntag zum Saisonstart der Vienna Vikings fast 4.000 American- Football-Fans auf die Wiener Hohe Warte gepilgert sind, ist nur ein weiterer Beweis dafür, dass sogenannte Randsportarten dem „König Fußball“ als Publikumsmagnet hierzulande schön langsam auf den Pelz rücken. Wen wundert’s: Beim Eishockey und beim American Football ist auch rund ums Spiel immer etwas los – und das durchaus im positiven Sinn. Die Klubverantwortlichen dort haben dafür gesorgt, dass zum Beispiel gewaltbereite Rowdys auf den Tribünen rechtzeitig aussortiert wurden. Und damit bewiesen, dass eine Riesenstimmung auch ohne gefährliche „ Bengalen“ und Böller möglich ist. An der Sportart selbst kann das nicht liegen – auf der Eisfläche geht’s mit Sicherheit härter zur Sache als auf dem Rasen. Und im American Football sowieso.

Ihre Meinung an: teller.tino@news.at

31.3.2010 14:22
Dorfkind, 02. 04. '10 14:28
gut so...
...ist auch gut so, da wir die stärkste Footballliga Europas haben. Das kann man vom Fußball nicht behaupten. Da bekommt man etwas für sein Geld geboten, Harte Checks, sehenswerte Passspiele, Cheerleader etc.! Noch etwas zum Artikel: Den Blödsinn mit gefährlichen "Bengalen" hät man sich wieder sparen können!