Abzocker vor den Vorhang
- Kurt Kuch über die Profiteure des Hypo-Deals
- PLUS: Wie ist IHRE MEINUNG zu diesem Thema?

Jeder Österreicher vom Kleinkind bis zum Greis zahlt für das Kärntner Hypo-Debakel rund 200 Euro. Für bayerische Steuerzahler wird es noch ein bissl teurer: Knapp 300 Euro pro Kopf und Nase kostet dort das Abenteuer Hypo. Doch während die Steuerzahler insgesamt mehr als fünf Milliarden Euro wegzuzahlen haben, gibt es auch Profiteure des Hypo-Deals: private Investoren, die in kürzester Zeit Millionen daran verdient haben, dass sich die Bayerische Landesbank an der Kärntner Hypo beteiligt hat.
Wir lernen: Auch mit einer finanzmaroden Bank lassen sich Millionen verdienen vorausgesetzt, man verfügt über die notwendigen Informationen und das nötige Kleingeld. Durch den richtigen Draht zu den verantwortlichen Politikern konnte dieser Deal zwischen zwei Landesbanken für diese Investoren nur zu einem lukrativen Geschäft werden. Die bayerische Justiz geht daher jetzt dem Verdacht nach, dass beim Kauf der Hypo durch die Bayern Vermögen der BayernLB veruntreut wurde. Denn die Bayern hätten die Kärntner Bank ja auch direkt kaufen können ganz ohne zwischengeschaltete Investoren. Einige dieser Profiteure verstecken sich noch hinter ausländischen Firmenkonstruktionen. Die Wette gilt: Das Outing dieser Investoren ist geeignet, ein politisches Erdbeben auszulösen.
