Europa stöhnt unter Rekordarbeitslosigkeit:
Jeder 10. Erwerbstätige in der EU ohne Job
- Arbeitslosenquote in den Euro-Ländern bei 10,0 %
- Spanien und Lettland sind am stärksten betroffen

·Der Aufschwung lässt
weiter auf sich warten
WIFO erwartet heuer
nur geringes Wachstum
·Nur alter Wein in
neuen Schläuchen?
EU auf der Suche nach
dem Masterplan 2020
·2015 wird Jobmarkt in Österreich kippen
Weniger Berufseinsteiger als Berufsaussteiger
Die Arbeitslosigkeit ist in der EU auf einen Rekordstand geklettert. Die Quote erreichte im Februar mit 9,6 Prozent einen Höchststand seit Beginn der Statistik Anfang 2000. In den 16 Euro-Ländern lag die Quote bei 10,0 Prozent - und war damit so hoch wie seit August 1998 nicht mehr. In beiden Fällen bedeutete dies gegenüber dem Vormonat einen Anstieg von 0,1 Prozentpunkten.
Nach Angaben von Eurostat waren im Februar in der Europäischen Union 23,02 Millionen Männer und Frauen ohne Job, davon 15,8 Millionen im Euro-Raum. Am stärksten sind nach wie vor Spanien mit einer Quote von 19,0 Prozent und Lettland (21,7 Prozent) betroffen. Am besten stehen die Niederlande mit 4,0 Prozent und Österreich mit 5,0 Prozent da. Der schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt zeigt sich vor allem im Vergleich zum Vorjahr. Im Februar 2009 hatte die Arbeitslosenquote in den 16 Euro-Ländern erst 8,8 Prozent, in der EU 8,3 Prozent betragen.
Seit zwei Jahren verloren immer mehr Menschen in der EU und im Euro-Raum ihre Arbeit. Deutschland kam unter anderem wegen des Kurzarbeitergeldes verhältnismäßig glimpflich davon: Über ein Jahr betrachtet ist die Quote nur leicht von 7,3 auf 7,5 Prozent gestiegen.
Die von Eurostat ermittelten Werte können wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden von den Zahlen abweichen, die in den einzelnen Mitgliedstaaten veröffentlicht werden. Die Angaben zu den Ländern sind nach Ansicht von Fachleuten aber untereinander vergleichbar.
(apa/red)
