Montag, 29. März 2010

Ist die EM in der Ukraine in Gefahr: UEFA- Präsident erhöht Druck auf Gastgeberland

  • 'Ohne Kiew keine Ukraine, ohne Hauptstadt kein Land'
  • Platini: "Mache mir Sorgen" - gibt noch keinen Plan B

Mehr als zwei Jahre vor der Fußball-EM 2012 erhöht UEFA-Präsident Michel Platini den Druck auf Co-Gastgeber Ukraine. Dabei geht es um den Bau der Stadien in Lwiw (Lemberg) und Kiew. Er werde in zehn Tagen den neuen Präsidenten Viktor Janukowitsch treffen, um weitere Garantien zu bekommen, sagte der Franzose bei einer Veranstaltung der Europäischen Kommission in Brüssel.

"Ich mache mir Sorgen, aber wir vertrauen einem Land und einer Politik", sagte Platini. Die Osteuropäer hängen an beiden Spielorten dem Zeitplan hinterher. In Lwiw habe sich bisher überhaupt noch nichts getan, klagte Platini. "Da ist man keinen Millimeter weiter bei den Bauten."

Es gebe jedoch bei der UEFA keinen Plan B, die Spiele stattdessen in Deutschland auszutragen, betonte der Europameister von 1984. Es sei weiter möglich, dass die EM wie geplant in vier Arenen im zweiten Gastgeberland Polen stattfinden werde. Die Spielorte in der Ukraine könnten jedoch auf zwei halbiert werden.

Voraussetzung dafür sei, dass das Stadion in Kiew rechtzeitig fertig werde. "Ohne Kiew, keine Ukraine. Ohne Hauptstadt, kein Land", sagte Platini und bekräftigte damit einen Beschluss des UEFA-Exekutivkomitees. Die Europameisterschaft soll vom 9. Juni bis zum 1. Juli 2012 zum dritten Mal in zwei Ländern stattfinden.

(apa/red)

29.3.2010 16:50