Freitag, 2. April 2010

Dunkle Wolken über Rapid und Peter Pacult:
Fans erzwangen Aussprache mit dem Trainer

  • Anhänger blockierten Team-Bus nach Cup-Aus
  • Pacult stellte sich aufgebrachten Fans in der Kabine

Rapid befindet sich nach der überraschenden Cup-Pleite gegen Austria Kärnten in unruhigem Fahrwasser. Mitten drin: Peter Pacult, dem ein rauer Wind ins Gesicht peitscht. Nach dem Aus im Cup entlud sich der Frust und Zorn einiger grün-weißer Anhänger. Ziel ihrer Attacke war der nicht unumstrittene Trainer, der von einem großen Teil der Hardcore-Anhängerschaft abgelehnt wird. Aufgebrachte Fans erzwangen ein Treffen mit dem Coach und stellten ihn in der Kabine zur Rede.

Was war passiert. Nach dem 2:3 in Klagenfurt und dem damit verbundenem Aus im Pokal blockierten an die 200 Rapid-Fans den Mannschaftsbus der Wiener und forderten ein klärendes Gespräch mit Pacult. Fanservice-Chef Andy Marek vermittelte, um die aufgebrachte Stimmung zu entschärfen. "Es war aber klar, dass nicht 150 Anhänger mit einem Einzelnen sprechen können. Deshalb wurden sechs Fanvertreter ausgewählt, die in die Kabine gekommen sind. Dort hat sich dann Pacult ihren Fragen gestellt", meinte Marek gegenüber orf.at.

Auf Weg zum Bus beschimpft
"Sie wollten Erklärungen, wie das passieren konnte", erörterte Pacult den Inhalt des gut einstündigen Gesprächs im Krone-Interview und meinte weiter. "Die Gespräche verliefen auch nett. Lieber einmal die reinigende Aussprache als ständiges Unbehagen." Dennoch wurde Pacult am Weg in den Bus beschimpft. Das Verhältnis zwischen dem streitbaren Trainer und dem harten Kern der Fans war seit Beginn seiner Amtszeit kein konfliktfreies. Nun kochen die Wogen erneut hoch.

Von Klub-Präsident Rudolf Edlinger hat Pacult Rückendeckung, der nach eigenen Angaben keine Sekunde an seinem Coach zweifle. "Jetzt müssen wir uns auf die Meisterschaft konzentrieren", gab Pacult, dessen Truppe vor dem letzten Saisonviertel sechs Punkte Rückstand auf die Salzburger aufweist, das Ziel aus. Am Samstag geht es zurück in den Liga-Alltag. Pikanterweise heißt der Gegner wieder Austria Kärnten.

(red)

2.4.2010 10:45