Rapid fliegt im Cup raus: Austria Kärnten
gelingt im Viertelfinale die Überraschung
- 3:2-Sieg der Klagenfurter gegen Wiener Favoriten
- PLUS: Wiener Neustadt und Ried stehen im Halbfinale

·Jantscher schießt Admira aus ÖFB-Cup
Sturm zittert sich mit
1:0-Sieg ins Halbfinale
·ÖFB-Cup
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Rapid hat sich im ÖFB-Cup-Viertelfinale blamiert. Die Elf von Coach Peter Pacult musste sich dem abgeschlagenen Bundesliga-Schlusslicht Austria Kärnten mit 2:3 geschlagen geben. Die finanzschwachen Klagenfurter stehen damit nach Sturm Graz (1:0 nach Verlängerung gegen die Admira) als zweites Team im Halbfinale und dürfen sich über 40.000 Euro freuen.
Die Wiener machten zwar einen 0:1-Rückstand (Leonhard Kaufmann/40.) durch Tore von Markus Heikkinen (44.) und Christopher Trimmel (54.) wett, die Truppe von Trainer Joze Prelogar schaffte dank einem Eigentor von Nikica Jelavic (56.) und einem Treffer von Stefan Hierländer (76.) aber noch die Wende. Es war der erste Sieg der Klagenfurter gegen die Hütteldorfer im zwölften Aufeinandertreffen.
Vor fast 3.000 Zuschauern in der Hypo-Group-Arena hatten die Klagenfurter bei aufgrund des Regens schwierigen Platzverhältnissen vor der Pause mehr vom Spiel. Die Wiener hatten zwar bei einem Stangenschuss aus der Drehung von Jelavic (25.) Pech, enttäuschten sonst aber auf allen Linien. Die Kärntner münzten ihre spielerische Überlegenheit kurz vor der Pause auch in die Führung um. Nach einer Salvatore-Flanke landete der Ball vom Kopf von Patocka bei Hinum und dessen Schuss-Versuch beförderte Kaufmann zum 1:0 ins Netz (40.).
Wie zuletzt in der Meisterschaft durften sich die Hausherren aber nicht lange über den Vorsprung freuen. Die Wiener kamen glücklich zum Ausgleich. Kärnten-Goalie Schranz wehrte einen Schuss von Jelavic nach einem schönen Solo von Trimmel auf den eigenen Abwehrspieler Gramann ab und von dort landete der Ball genau vor den Füßen von Heikkinen, der nur mehr abstauben musste (44.).
Zunächst sah alles gut aus
Nach dem Seitenwechsel durften die rund 400 mitgereisten Rapid-Fans schnell jubeln. Nach einem Querpass des finnischen Teamspielers Heikkinen schoss Trimmel vom Elfer ein (54.). Eine Minute zuvor hatte der Kärnten-Spezialist (5 Tore in fünf direkten Duellen) nach einem Drazan-Schuss und einer Schranz-Kurzabwehr knapp die Chance auf das 2:1 ausgelassen (53.).
Das Bundesliga-Schlusslicht gab sich aber keinesfalls geschlagen und postwendend die richtige Antwort. Ein Dollinger-Freistoß wurde von Jelavic unhaltbar für Hedl ins eigene Tor abgefälscht (56.). Mit Fortdauer der zweiten Hälfte wurden die Hütteldorfer allmählich etwas stärker, Schranz machte einen Dober-Gewalt-Freistoß mit einer Faustabwehr zunichte (61.), zudem schoss Trimmel drüber (66.).
Effizienter waren schlussendlich die Klagenfurter. Ausgerechnet mit Beginn der Rapid-Viertelstunde setzte sich Kaufmann auf der Seite gegen Kulovits durch und dessen Hereingabe verwertete Hierländer im Zweikampf mit Soma spektakulär mit der Ferse (76.). In der Folge brachten die Hausherren den Vorsprung gekonnt über die Zeit.
Das dritte direkte Duell der beiden Teams innerhalb weniger Tage folgt am Samstag in der Bundesliga im Hanappi-Stadion. Am Wochenende hatten sich die Wiener, die weiter auf ihren ersten Cupsieg seit 1995 warten müssen, in der Hypo-Group-Arena nach hartem Kampf noch mit 4:2 durchgesetzt.
Magna und Ried weiter
Wiener Neustadt steht ebenfalls im Halbfinale. Die Niederösterreicher feiern gegen den Bundesliga-Rivalen LASK einen 2:1-Sieg, mussten dabei aber lange zittern. Erst der Ausgleich zum 1:1 durch Hannes Aigner in der 92. Minute brachte die Hausherren in die Verlängerung, wo Alexander Grünwald schließlich zum Matchwinner avancierte (100.).
Ried hat sich mit einem 4:2-Heimerfolg nach Elfmeterschießen gegen Zweitligist Austria Lustenau für das Halbfinale qualifiziert. Die in der Bundesliga zuletzt schwächelnden Oberösterreicher lagen nach einem Treffer von Herwig Drechsel (50.) lange in Führung. Ein spätes Tor von Salkic (89.) rettete den Tabellen-Vierter der Erste Liga jedoch in die Verlängerung, die torlos blieb. Im Elferschießen behauptete sich dann aber doch noch der Favorit.
(apa/red)
