Rechtsextremist in Südafrika ermordet: Präsident Zuma ruft zu Ruhe nach Mord auf
- Tod Terreblanches darf nicht zu Rassismus führen
- Vorfall ereignet sich wenige Wochen vor Fußball-WM

Der südafrikanische Rechtsextremist Eugene Terreblanche ist ermordet worden, offensichtlich wegen eines Streits über angeblich unbezahlten Lohn. Ein 21 Jahre alter Mann und ein 15-Jähriger wurden festgenommen. Präsident Jacob Zuma warnte vor einem Ausbruch des Rassenhasses und rief die Bevölkerung zur Ruhe auf.
Der weiße Führer der rechtsextremen südafrikanischen Burenbewegung Afrikaner Weerstandsbeweging (AWB) wurde auf seiner Farm bei Ventersdorp im Nordwesten des Landes von einem Mann und einem Minderjährigen getötet. "Er ist im Schlaf überrascht und zu Tode geschlagen worden", sagte ein AWB-Mitglied. Medienberichten zufolge nutzten die Täter Macheten und Schlagstöcke.
Nach der Tat wurden ein 21 Jahre alter Mann und ein 15-Jähriger festgenommen. Adele Myburgh von der Polizei sagte, die beiden hätten in einer ersten Vernehmung angegeben, sie seien für ihre Arbeit auf der Farm nicht bezahlt worden. Terreblanche und die beiden seien zur Tatzeit allein auf der Farm gewesen. Die Festgenommenen würden in Kürze einem Gericht vorgeführt. Ihnen drohe ein Mordanklage.
Kritischer Zeitraum
Die Ermordung fällt in einen für Südafrika kritischen Zeitraum. Die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt in wenigen Wochen und viele sind wegen der zunehmenden Rassendiskriminierung beunruhigt. In den Armenvierteln Südafrikas gibt es Dauerkrawalle.
Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma hat nach dem Mord an dem weißen Rechtsextremisten Eugene Terreblanche zur Ruhe aufgerufen. Wie der britische Sender BBC am frühen Sonntag berichtete, sagte Zuma, der Mord dürfe nicht zu Rassenhass führen. Auch Farmerverbände in der Gegend von Ventersdorp mahnten zur Ruhe. Eine Sprecherin für die Oppositionspartei Demokratische Allianz, Juanita Terblanche, verwies auf Probleme im ländlichen Raum, die durch "unverantwortliche rassistische Äußerungen" immer stärker angeheizt würden.
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