Freitag, 2. April 2010

Eisernes Schweigen von Papst Benedikt:
Kein Wort zur Krise bei Osterfeiern in Rom

  • Missbrauchsskandal bleibt in Papst-Predigt unerwähnt
  • Tausende Pilger für Karfreitags-Kreuzweg erwartet

Bei angenehm warmem Frühlingswetter haben am Gründonnerstag die Osterfeierlichkeiten im Rom begonnen. Zum Auftakt zelebrierte Papst Benedikt XVI. im Petersdom eine Messe, bei der traditionell die heiligen Öle für Taufe und Firmung geweiht werden.

In seiner Predigt vor zahlreichen Kardinälen, Bischöfen und Priestern ging Benedikt XVI. nicht auf den Missbrauchsskandal ein, der u.a. in Irland, Deutschland und Österreich die katholische Kirche in eine tiefe Krise gestürzt hat. Priester seien berufen, "in der Gemeinschaft mit Jesus Christus Menschen des Friedens zu sein, der Gewalt entgegenzustehen und der größeren Macht der Liebe zu vertrauen", führte der Papst aus.

Kritik an Abtreibung
"Auch heute ist es für Christen wichtig, dem Recht zu folgen, das die Grundlage des Friedens ist", forderte Benedikt dazu auf, sich als gute Staatsbürger zu verhalten. Weiterhin sei es für die Christen allerdings auch wichtig, "Unrecht, das zu Recht erhoben wird, nicht anzunehmen - etwa wenn es um die Tötung unschuldiger ungeborener Kinder geht." Gerade so dienten Christen dem Frieden, erläuterte das Kirchenoberhaupt seine erneute Kritik an Gesetzen zur Abtreibung.

Als erster festlicher Höhepunkt stand am Abend des Gründonnerstag die traditionelle Fußwaschung in Roms Lateran-Basilika auf dem päpstlichen Programm. Dabei wäscht der Papst zwölf Priestern die Füße, in Erinnerung an die Geste der Demut und Barmherzigkeit Jesu Christi gegenüber seinen zwölf Aposteln. Die Kollekte dieser Messe fließt in den Wiederaufbau des vom Erdbeben zerstörten Priesterseminars in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince.

Karfreitag als erster Höhepunkt
Ausdrücklich verband der Papst die Kirchenspaltung mit der Angst Jesu um das Schicksal seiner Mission. "Es hat zur historischen Passion Jesu hinzugehört und bleibt Teil seiner die Geschichte hindurchgehenden Passion, dass er alles, was die Einheit bedroht und zerstört, gesehen hat und sieht", sagte Benedikt XVI. "Wenn wir die Passion des Herrn betrachten, muss es dazugehören, den Schmerz Jesu darüber zu empfinden, dass wir seinem Gebet entgegenstehen."

In Rom erreichen die Kar- und Osterfeierlichkeiten am heutigen Karfreitag einen ersten Höhepunkt. In einem von Stille und Ernst geprägten Gottesdienst im Petersdom gedenkt Papst Benedikt XVI. am Nachmittag des Leidens und Sterbens Jesu. Größtes Massenereignis des Tages wird jedoch der traditionelle Kreuzweg beim antiken Kolosseum. Dabei wird der Papst mit Zehntausenden Gläubigen in der römischen Altstadt symbolisch die 14 Stationen Jesu zum Kreuz nachgehen.

(apa/red)

2.4.2010 11:37
maoist, 02. 04. '10 22:54
kein papst war gut
sie alle haben eine organisation geleitet, die millionenfachen völkermord, krieg, hass, verhetzung etc. zu veratworten haben.

dieses subjekt ist allerdings besonders perfide - man merkt, welche organisation den geschult hat...
Vasant, 02. 04. '10 11:22
Und diesen Papst will man Seligsprechen?
Vertuschen, Ignorieren und ablenken ... das ist die Kirche!
Mein Glaube hat zum Glück absolut NICHTS mit diesem so
"heiligen" Verein zu tun und wenn man sieht, wie die jetzt
mit dem tragischen Problem "Missbrauch" umgehen, dann
bestätigt mich das noch mehr in meiner Denkweise!

Schlimm genug, dass die Kirche sichtlich ein Aufangbecken
für Perverse und Kinderschänder ist, die einerseits das
Gute predigt und andererseits das Böse verkörpert, aber
jetzt NICHTS zu tun und zu schweigen ist das Letzte!

So einen schlechten Papst hatten wir noch nie! PUNKT!
keinauto, 02. 04. '10 10:30
Schweigen des Papstes!
Der Oberpfaffe wird schon wissen warum er schweigt!!
Freak40, 02. 04. '10 10:07
typisch
war ja nicht anders zu erwarten: Das Schweigen der Kerzlschlicker