Russland im tödlichen Griff des Terrors:
Weitere Bombenanschläge im Kaukasus
- Zwei Selbstmordattentäter sprengen sich in die Luft
- Mehrere Menschen kommen bei Explosion ums Leben

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Zwei Tage nach den Terroranschlägen in der Moskauer U-Bahn, welche der Geheimdienst militant-islamischen Separatisten aus dem Nordkaukasus zuschreibt, sind bei zwei Bombenexplosionen in der Konfliktregion mindestens elf Menschen getötet worden. Laut russischem Innenministerium sprengten sich zwei Männer in der Stadt Kisljar (Kizlyar) in der russischen Teilrepublik Dagestan in die Luft.
Mindestens einer der Täter soll eine Polizeiuniform getragen haben. Der russische Innenminister Raschid Nurgalijew ordnete scharfe Sicherheitsvorkehrungen an öffentlichen Gebäuden im Nordkaukasus an.
Wie das regionale Innenministerium mitteilte, löste der Fahrer eines Wagens um 8.40 Uhr Ortszeit (6.40 Uhr MESZ) eine Detonation aus, nachdem er den Verdacht von Polizisten erregt hatte und deswegen gestoppt wurde. Als sich Polizisten und Anrainer am Explosionsort versammelten, näherte sich ein zweiter Attentäter in einer Polizeiuniform und löste eine zweite Detonation aus. Unter den Toten befindet sich vor allem Polizisten, darunter der örtliche Polizeichef. Insgesamt seien 18 Personen verletzt worden.
Am Tatort liegen auch Dienststellen des Innenministeriums und des Inlandsgeheimdienstes FSB, wie Nurgalijew sagte. Auch eine Schule soll sich in der Nähe der Nachbarschaft befinden. Zum Zeitpunkt der Explosion seien keine Kinder in dem Gebäude gewesen.
Krieg im Kerland
Im muslimisch geprägten Nordkaukasus haben Islamisten, die für die Unabhängigkeit von Russland und ein Emirat als Gottesstaat kämpfen, in der Vergangenheit immer wieder Anschläge verübt. Gegen Separatisten in Tschetschenien führte Moskau zwei Kriege. Im Nordkaukasus starben allein 2009 bei Kämpfen russischer Sicherheitskräfte, krimineller Banden und islamistischer Rebellen mehr als 1.000 Menschen, unter ihnen auch viele Zivilisten.
Die Islamisten hatten gedroht, den "Krieg" auch ins russische Kernland zu tragen. Am Montag kamen bei dem von Selbstmordattentäterinnen ausgeführten Doppelanschlag in der Moskauer Metro 39 Menschen um. Mehr als 80 wurden teils schwer verletzt.
(apa/red)
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