Montag, 29. März 2010

Dritter Sprengsatz in Moskau aufgetaucht:
Sicherheitskräfte können Bombe entschärfen

  • Angst vor Anschlägen greift auch in den USA um sich
  • 37 Tote nach brutalen Attentaten in Moskauer U-Bahn

Nach dem blutigen Doppelanschlag auf die Moskauer Metro haben Sicherheitskräfte eine weitere scharfe Bombe entdeckt. Es handelt sich um einen Sprengstoffgürtel, der an der Haltestelle Park Kultury gefunden wurde. Dort hatte sich eine der beiden Selbstmordattentäterinnen am Montagmorgen in die Luft gesprengt. Polizisten fanden inzwischen die sterblichen Überreste der 18- bis 20-jährigen Frau. Der nicht detonierte Sprengstoffgürtel sei entschärft worden, meldete die Staatsagentur Ria Nowosti nach Angaben von Ermittlern.

Als Reaktion auf die Bombenanschläge in der Moskauer U-Bahn haben auch die Verkehrsbetriebe in mehreren Großstädten in den USA die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Die New Yorker Polizei kündigte verstärkte Polizeipatrouillen in den U-Bahnen der Stadt an. Es gebe allerdings keine spezifischen Drohungen, unterstrich ein Polizeisprecher. Die Vorkehrungen seien rein vorsorglich in Reaktion auf die Anschläge in Moskau getroffen worden.

US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Attentate als "gewalttätige und abscheuliche Terrorattentate, die jeden Respekt vor menschlichem Leben vermissen lassen". Er sprach den Russen seine "tiefste Anteilnahme" aus und versprach, "dass Amerika mit dem russischen Volk gemeinsam in Opposition gegen solche Gewalttaten" stehe.

"Terrorismus in allen Formen bekämpfen"
EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy zeigte sich "zutiefst schockiert von den Terroranschlägen", die er als "Akte von Feigheit, für die es keine Rechtfertigung gibt, auf das Schärfste verurteilt". Wie auch Van Rompuy sendete EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso Kondolenz- und Solidaritätsbotschaften an den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew und Ministerpräsident Wladimir Putin. "Wir können nicht zulassen, dass sich Gewalt gegen Freiheit und Demokratie durchsetzt. Die Europäische Union steht entschieden an der Seite der russischen Behörden in deren Bemühungen, Terrorismus in all seinen Formen zu bekämpfen", betonte Barroso.

Im morgendlichen Berufsverkehr der russischen Hauptstadt hatten sich am Montag zwei Attentäterinnen in U-Bahn-Zügen in die Luft gesprengt. In den Stationen Lubjanka und Park Kultury starben 37 Menschen, mindestens 65 wurden verletzt, teilte Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu mit. Hinter der Tat werden tschetschenische Separatisten vermutet.

(apa/red)

29.3.2010 18:06
nonane, 31. 03. '10 08:18
Bitte rottets
den Terror aus bwz. rottets die Terroristen aus....! Alle Verdächtigen so lange quälen bis sie auspacken!