Tragisches Bergwerksunglück in China:
153 Minenarbeiter bangen um ihr Leben
- Wassereinbruch: Kumpel unter Tage eingeschlossen
- 261 Menschen arbeiteten in Mine. 108 wurden gerettet

Nach einem schweren Grubenunglück in China haben sich die Rettungskräfte um die Bergung von 153 eingeschlossenen Arbeitern bemüht. Auch mehr als 24 Stunden nach dem Wassereinbruch in dem im Bau befindlichen Bergwerk gab es keinen Kontakt zu den Kumpeln. Wahrscheinlich dauere es drei Tage, bis das Wasser abgepumpt sei, hieß es im staatlichen Fernsehsender CCTV.
Die Ursache des Wassereinbruchs war zunächst unklar. Experten vermuteten, dass bei den Bauarbeiten ein alter, mit Wasser gefüllter Schacht durchbrochen worden sein könnte. In der Provinz Shanxi, wo sich das Unglück ereignete, gibt es viele stillgelegte Bergwerke. Die Grube Wangjialing sollte noch in diesem Jahr ihren Betrieb aufnehmen.
Insgesamt flossen rund 140.000 Kubikmeter Wasser in die Schächte, wie CCTV berichtete. Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich 261 Arbeiter unter Tage auf, 108 von ihnen konnten sich nach Angaben der Behörden in Sicherheit bringen oder wurden gerettet. Einer von ihnen, Fan Leisheng, sagte, er und seine Kollegen seien in etwa 1.000 Metern Tiefe von einer Flutwelle überrascht worden: "Ich bin sofort weggerannt. Als ich mich umdrehte, habe ich gesehen, wie andere zurückblieben." Sollte es nicht gelingen, die Bergleute lebend aus der Kohlegrube zu befreien, wäre es eines der verheerendsten Grubenunglücke der vergangenen Jahre.
Chinesische Bergwerke gehören zu den gefährlichsten der Welt. Wegen Missachtung von Sicherheitsvorschriften kommt es immer wieder zu folgenschweren Unglücken. Nach offiziellen Angaben kamen allein im vergangenen Jahr 2.631 Bergleute ums Leben.
(apa/red)
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