Rosenkranz macht sich für das Heer stark:
FP-Kandidatin will die Grenzen dicht machen
- Präsidentschaftsanwärterin kritisiert Heinz Fischer
- Geld aus Asylwesen soll dem Bundesheer zukommen

·Rudolf Gehring nimmt
Rosenkranz ins Visier
Zweiter Platz Ziel des
christlichen Kandidaten
·'Qualität bei der FPÖ ist auffallend schlecht'
Die Hofburg-Wahlplakate
in der Expertenanalyse
·Horst Rosenkranz' rechtes "Fakten"-Blatt
Gatte der FP-Kandidatin segelt durch Nazi-Gefilde
·Fischer erhält fast 45.000 Unterschriften
Einreichfrist zu Ende: Drei
Bewerber für die Hofburg
FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz hat ihre sicherheitspolitischen Vorstellungen präsentiert. Dabei kritisierte sie die offenen Schengen-Grenzen und warnte vor "importierter Kriminalität" ausländischer Banden. Für das Bundesheer verlangte sie mehr Geld. Dem Amtsinhaber Heinz Fischer warf sie eine "abgehobene Haltung" vor, weil er sich keiner TV-Konfrontation stelle.
Aus dem Schengen-Vertrag wieder aussteigen will Rosenkranz nicht. Dieser biete sehr wohl Möglichkeiten, Grenzkontrollen befristet wieder einzuführen, erklärte sie. Dies müsse so lange gelten, bis die Lage der Kriminalitätszahlen wieder zufriedenstellend sei. Den Assistenzeinsatz des Bundesheeres bezeichnete sie als sinnvolle Sache, allerdings müssten auch die Straßen kontrolliert werden.
In Sachen Bundesheer beklagte sie, dieses müsse "bluten wie noch nie" und fahre nur noch ein Notprogramm. Fischer hätte Verteidigungsminister Darabos schon längst zur Ordnung rufen müssen. Zur Finanzierung riet sie unter anderem dazu, die Asylproblematik auf ihren Kern, den Schutz vor Verfolgung, zurückzufahren und das eingesparte Geld dem Heer zukommen zu lassen.
(apa/red)
