FPÖ empört über Anti-Strache-Rap im
Internet: Kickl sieht Verbindung zur SPÖ
- "Fuck Na C.-Strache!" lautet Refrain des Songs
- SPÖ weist Verbindung zurück - Video entfernt

Die FPÖ empört sich über ein Musikvideo im Internet, in dem ein österreichischer Rapper den freiheitlichen Parteichef Strache wüst beschimpft. Nachdem eine Tageszeitung auf den via Online-Plattform YouTube zugänglichen Track "Na C.-Strache" des jungen Rappers "Big DnC" aufmerksam gemacht hatte, sah FP-Generalsekretär Kickl auch Verbindungen zur SPÖ.
Das Video ist nämlich unter anderem in einem Politik-Blog zu finden, das von einem Mitarbeiter der SPÖ-Kommunikationsabteilung betrieben wird. "Na C. Strache" ist im Stil eines sogenannten Diss-Tracks gehalten. Darunter wird in der Rapper-Szene das Herabwürdigen und Schmähen von Gegnern verstanden, "Dissen" gilt mittlerweile als eigenes Genre. Die Handlung des Musikvideos: Ein (maskierter) Mann, der offenbar Strache darstellen soll, wird entführt, gefesselt, ausführlich beschimpft und schließlich zum Selbstmord aufgefordert, was denn auch in die Tat umsetzt wird. Strache wird unter anderem als "Scheiß Rassist" bezeichnet, "Fuck Na C.-Strache!" lautet der Refrain.
Kickl bezeichnete den rund zehnminütigen Clip als "ungeheuerliches Anti-Strache Hass-Video eines 'linken Gut-Rappers'". Er stellte in den Raum, dass "auch die Hersteller und Finanzierer des Skandalvideos im Dunstkreis linker SPÖ-Netzwerke zu finden sein könnten". Überdies kündigte er "alle zu Gebote stehenden rechtlichen Schritte" sowohl gegen den Urheber als auch gegen "die Verbreiter" an. Und schließlich verlangte Kickl eine "öffentliche Distanzierung" sowie Entschuldigung von der SPÖ und von Bundespräsident Fischer - auf dessen Wahlkampf-Homepage wird im Blog verlinkt.
Video entfernt
Die SPÖ hat umgehend festgehalten, dass das Anti-Strache-Musikvideo nicht auf einer SPÖ-Hompage "abzurufen ist und war". Von seinem privaten Web-Auftritt habe es der Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung "umgehend entfernt". Der Inhalt des Videos sei "klar zu kritisieren", hieß es.
Der SPÖ-Pressedienst betonte zudem, dass "Web-Inhalte von Mitarbeitern auf ihren privaten Web-Auftritten, Facebooks-Profilen und anderen Kanälen" nicht seinem Einfluss unterlägen.
(apa/red)
