Österreichs Jugend hat ein Trinkproblem:
Zahl der Alkoholvergiftungen klar gestiegen
- Jeder vierte Alkoholpatient ist bereits ein Jugendlicher
- Von Pessimismus beim Nachwuchs aber keine Spur

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Studie schlägt Alarm: Zu viel Qualm und Alkohol
Die Zahl der Jugendlichen mit Alkoholvergiftungen ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. 2.577 Teenager mussten 2008 deswegen ins Spital, deutlich mehr als im Jahr 2006, als es nur 2.120 Jugendliche traf. Ungeachtet davon blickt Österreichs Nachwuchs wieder mit Zuversicht in die Zukunft: Von 800 Befragten äußern sich 81 Prozent optimistisch über die nächsten Jahre.
Österreichs Jugend hat ein Alkoholproblem. Wie gefährlich dieser Missstand ist, verdeutlicht eine parlamentarische Anfragebeantwortung durch Gesundheitsminister Alois Stöger: Die Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen sind seit Jahren deutlich im Zunehmen. In der Regel trinken eher die Burschen zu viel, in der Altersgruppe der Zehn- bis 14-Jährigen sind allerdings die Mädchen "führend": 223 weibliche Alkoholkonsumenten mussten gegenüber 173 Burschen ins Spital. Jeder Vierte von 10.634 Patienten mit Alkoholvergiftung im Spital ist laut den "Salzburger Nachrichten" jugendlich.
Dass der übermäßige Alkoholkonsum nicht auf eine allgemeine Mutlosigkeit zurückzuführen ist, lässt sich am neuen "Jugendmonitors" ablesen. Der stellt nämlich fest, dass die Jugendlichen äußerst optimistisch in Bezug auf ihr künftiges Leben sind.
Die Zukunftserwartungen der Jugend sind ausgesprochen positiv", erklärten Jugendminister Reinhold Mitterlehner und Politikwissenschafter Peter Filzmaier. Die Befragten sehen der Zukunft sehr (26 Prozent) bzw. eher zuversichtlich entgegen (55 Prozent). Der Zufriedenheitsgrad steigt mit der Höhe des Bildungsabschlusses. 32 Prozent befürchten Auswirkungen der Krise, 62 Prozent glauben nicht daran.
Klare Vorstellungen von der Zukunft
Der Großteil des Nachwuchses (62 Prozent) hat klare Vorstellungen von der beruflichen Zukunft - 37 Prozent lassen sie auf sich zukommen. Den Befragten sind ein ansprechendes Arbeitsklima, nette Kollegen und ein gutes Verhältnis zum Chef (97 Prozent) wichtig; ebenso die Möglichkeit, etwas arbeiten zu können, das wirklich interessiert (95 Prozent) und soziale Absicherung (96 Prozent) sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie (89 Prozent). Weniger Wert legen sie auf Karrierechancen (72 Prozent), freie Zeiteinteilung (67 Prozent) und fixe Arbeitszeiten (56 Prozent).
Mehr Motivation dürfte laut Umfrage im Bereich Mobilität gefragt sein: 49 Prozent möchten in Zukunft "auf jeden Fall" in der Nähe des Wohnortes arbeiten; weitere 28 Prozent würden dies zwar gerne tun, glauben aber nicht, dass es dort einen passenden Job gibt. Generell können sich 78 Prozent ein Leben ohne geregelte Arbeit oder Anstellung kaum vorstellen.
(apa/red)
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