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Innovationspreis für Long Term Evolution: Weltweit erster Langzeittest in Innsbruck
- UMTS-Nachfolger verspricht bis zu 130 MBit/s
- Könnte mobiles Internet in Zukunft revolutionieren

In Tirol testet T-Mobile Austria gemeinsam mit der Konzernmutter Deutsche Telekom schon heute das Netz der Zukunft und wurde für dieses Engagement mit dem Innovationspreis der deutschen Computer-Fachzeitschrift Chip ausgezeichnet. In der Tiroler Landeshauptstadt wird der neue Übertragungsstandard LTE getestet, der in Zukunft die mobile Kommunikation revolutionieren könnte. LTE (Long Term Evolution) wird als möglicher UMTS-Nachfolger gehandelt und liefert eine gegenüber UMTS und HSDPA um ein vielfaches höhere Übertragungsgeschwindigkeit.
Kürzlich wurde der Chip Award für die Innovation des Jahres 2009 wegen des Langzeittests der Mobilfunktechnologie LTE in Innsbruck an T-Mobile überreicht. Man habe bei T-Mobile früh erkannt, dass LTE die Zukunft des Mobilfunks ist, kommentiert man vonseiten der Jury den weltweit ersten großen Probelauf mit der neuen Technologie, den der Mobilfunker in Tirol erfolgreich durchgeführt hat. LTE könnte mit Übertragungsraten jenseits der 130 MBit pro Sekunde den mobilen Zugang zum World Wide Web revolutionieren. Die Geschwindigkeit spricht für sich: In einem normalen Firmennetzwerk ist das kabelgebundene Netzwerk üblicherweise 100 MBit schnell, WLAN schafft 54 und der momentan schnellste Mobilfunkstandard HSDPA unter Optimalbedingungen gerade mal 14 MBit. Das Potenzial von LTE liegt somit auf der Hand: Immer und überall mit so großer Geschwindigkeit an die Firmeninfrastruktur angebunden sein, als wäre man in der Zentrale. Videotelefonie stellt mit LTE ebenso wenig ein Problem dar wie der Zugriff auf große Firmendatenbanken.
Man freue sich gemeinsam mit den Kollegen bei der deutschen Konzernmutter, dass der Einsatz für das Mobilfunknetz LTE mit der Auszeichnung gewürdigt wurde, sagt Rüdiger Köster, Geschäftsführer des Technik- und IT-Bereichs bei T-Mobile. Auf der Basis innovativer Netztechnik wie LTE wollen wir unseren Kunden bestehende und neuartige Dienste auch zukünftig in einer exzellenten Qualität bieten, führt er weiter aus.
Im Rahmen eines mehrmonatigen Tests unter Realbedingungen versorgte der Mobilfunker vergangenes Jahr gemeinsam mit dem Netzwerkausrüster Huawei ein aus sechzig Funkzellen bestehendes Areal in der Tiroler Hauptstadt mit dem Datenturbo. Zuletzt hatte man Mitte Februar auch anlässlich des Mobile World Congress in Barcelona den weltweit ersten internationalen Multi-City LTE-Showcase mit Verbindung zwischen Innsbruck, Bonn und Barcelona in Betrieb. Wann genau der neue Übertragungsstandard Marktreife erreicht, hängt vor allem auch von den regulatorischen Rahmenbedingungen der Regierung ab. Eine Entscheidung, was die Versteigerung der für LTE nötigen Frequenzen angeht, ist bislang noch nicht gefallen.
