Nintendo DS springt in die dritte Dimension: Handheld "3DS" erscheint spätestens 2011
- Neue Konsole soll auf der E3 präsentiert werden
- PLUS: So könnte die 3D-Technologie funktionieren
Der Konzern Nintendo hat mit der "Nintendo 3DS" den Nachfolger zu seiner Handheld-Konsole DS angekündigt. Das neue Spielegerät verspricht dabei Games mit 3D-Effekten ohne den Einsatz jeglicher Spezialbrille. Genauere Details zum neuen Spielehandheld will das Unternehmen auf der Games-Branchenmesse E3 im Juni verraten.
Der Produktstart soll laut Nintendo spätestens im ersten Quartal 2011 erfolgen. Also könnte die 3D-fähige Handheld-Konsole durchaus schon im Weihnachtsgeschäft an den Start gehen. Damit hätte Nintendo einen neuen Trumpf im mobilen Games-Markt, wo Apple zunehmend zum Konkurrenten wird.
Zwar ist 3D auf dem Vormarsch, doch aktuell noch mit Technologien, die auf Spezialbrillen setzen wie beispielsweise auch TriOviz for Games. Mit der Ankündigung einer Handheld-Konsole, die 3D-Effekte auch ohne Brillen möglich macht, stellt Nintendo also einen potenziellen Technologie-Kracher in Aussicht. Wie das funktionieren könnte, zeigt bereits ein Projekt zu einem japanischen Download-Titel: Hinter "Rittai Kakushi e Attakoreda" steckt ein Suchspiel, das mittels Head Tracking der DSi-Kamera dreidimensionale Räume simulieren kann.
Premiere bei der E3
Allerdings hält sich das Unternehmen noch bedeckt, wie genau die 3D-Technologie funktioniert und was sie kann. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird die Nintendo 3DS laut Konzern auf der E3. Schon jetzt wurde indes zugesichert, dass die Konsole abwärtskompatibel sein wird, sodass darauf auch Games für die bisherige Nintendo-DS-Produktreihe laufen.
Mit Virtual Boy bereits gescheitert
Ob die Technologie Kritiker und Konsumenten überzeugen wird, lässt sich daher noch nicht abschätzen. Fakt - und nebenbei bemerkt recht amüsant - ist jedoch, dass Nintendo mit dem "Virtual Boy" bereits in den 90er Jahren versuchte, einen 3D-Handheld am Markt durchzusetzen...und damit den größten Flop der Firmengeschichte hinlegte. Tragbar war die Konsole nur in entferntestem Sinne und spätestens nach einer Stunde Spielzeit fingen die Augen aufgrund der schwarz-roten Optik zu schmerzen an.
(red/pte)
