Das mobile Internet ist eine lahme Ente:
Surftempo weit langsamer als beworben
- VKI: Testsieger hält nur 80% des Werbeversprechens
- Kosten bei Limitüberschreitung zudem extrem teuer

·Österreich Vorreiter bei mobilem Internet
Aber: Unter EU-Schnitt bei festen Anschlüssen
·Mobiles Internet ist auf der Überholspur
Mobilfunktechnik soll bald das Festnetz überflügeln
·Heimisches Breitband
im miesen Mittelfeld
Weltweite Studie ortet großen Nachholbedarf
·Wenn das Surfen in Abzocke ausartet...
AK warnt vor Kostenfalle bei mobilem Internet
Die Freude über den mobilen Internet-Zugang am neuen Handy währt in vielen Fällen nur kurz - meist bis zur ersten Handyrechnung. Wie ein veröffentlichter Test des Vereins für Konsumenteninformation zeigte, halten die Mobilfunkanbieter ihre Werbeversprechen kaum. Unerwartet langsame Geschwindigkeiten und hohe Kosten beim Überschreiten des Downloadlimits prägen die Testergebnisse.
Der VKI hat die Werbeversprechen wie "ohne Datenbremse" oder "viel downloaden, wenig zahlen" mit den tatsächlichen Downloadgeschwindigkeiten verglichen. Das Ergebnis war ernüchternd: Bei keiner einzigen Messung erreichten die mobilen Internetzugänge die in Aussicht gestellte Geschwindigkeit bei Down- und Uploads. Der Testsieger schaffte es im besten Fall gerade einmal auf 80 Prozent des Versprechens.
Orange, yesss und tele.ring Schlusslichter
Die getesteten Produkte von yesss, T-Mobile, 3 Hutchison (3Data Laptop 5 GB) und der Telekom Austria erreichten im gut ausgebauten Testgebiet in der Stadt durchschnittlich nur ein Drittel der beworbenen Geschwindigkeit. Die schlechtesten Werte erzielen absolut gesehen orange (netbook + Mobiles Internet), yesss (Mobiles Internet Starterpaket) und tele.ring (free WILLI).
An der Grenze zur Irreführung
"Wenn bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde versprochen werden, aber nicht einmal ein Drittel dessen erreicht wird - ohne dass in der Werbung deutlich darauf hingewiesen wird -, bewegt man sich hart an der Grenze zur irreführenden Werbung", sagte Peter Kolba, Bereichsleiter Recht, vom VKI.
Getestet wurden zehn Breitbandzugänge an verschiedenen Standorten im Raum Wien und Umgebung. Unter den Anbietern befanden sich A1, b.free, T-Mobile, Telekom Austria, orange, 3 Hutchison, bobo, yesss und tele.ring. (apa/red)
