Ein geheimer Blick in die Akte Hypo: Ex-
Chef Kulterer und seine brisanten Aussagen
- NEWS: Fühlt sich durch Striedinger "getäuscht"
- Kontrollsysteme wurden "ganz eindeutig" umgangen

·Drei Verdächtige und
ein Berg voller Akten
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NEWS: Verstoß gegen
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Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlich in seiner aktuellen Ausgabe unter anderem die beiden Zeugeneinvernahmen des Ex-Hypo-Chefs Wolfgang Kulterer vor der Staatsanwaltschaft Klagenfurt.
Kulterer wurde am 17. Februar und am 4. März 2010 als Zeuge unter Wahrheitspflicht einvernommen. Die Kulterer-Protokolle umfassen 57 Seiten.
Kulterer erklärt, dass er wegen der Höhe des vereinbarten Honorars (Anm.: 12 Millionen Euro) für den von Jörg Haider und Josef Martinz (VP) eingesetzten Steuerberaters Dietrich Brinbacher vom Hocker gefallen sei. Er sei davon ausgegangen, dass das Honorar 100.000 Euro beträgt.
Kulterer fühlt sich "getäuscht"
Zum Thema Consultant-Gruppe erklärt Kulterer, dass die Entwicklung ab 2004/2005 etwas ausgeufert sei. Verantwortlich sei Günther Striedinger gewesen. Auch für Probleme mit den Geschäftsleuten Bruno Oresar und Vladimir Zagorec trage Striedinger die Hauptverantwortung. Auch das umstrittene Projekt Blok 67 sei von Striedinger als rentabel dargestellt worden. Was die wahren Eigentumsverhältnisse von Blok 67 betrifft, fühle er sich durch Striedingers Präsentation getäuscht.
Ab 2006 habe Kulterer erkannt, dass sich bei einigen wirtschaftlichen Einheiten am Balkan hohe Klumpenrisiken ergeben hätten. Auch für diese wirtschaftlichen Einheiten sei Striedinger verantwortlich gewesen. Striedinger habe bei kritischen Entscheidungen immer seine Vorstandskompetenz in die Waagschale geworfen und auf Finanzierungen gedrängt.
Kontrollsysteme umgangen
Die Nichteinhaltung von Banken-Richtlinien habe er zuerst an Schlamperei gedacht. Nach der Durchsicht von Prüfberichten drängte sich bei mir aber der Verdacht auf, dass man hier systematisch gewisse Dinge nicht darstellen wollte. Kontrollsysteme seien ganz eindeutig umgangen worden, wodurch es zu falschen Finanzierungsentscheidungen gekommen sei.
Mehr dazu lesen Sie im NEWS 12/10
