Beim Rauchverbot herrscht keine Einigkeit:
Knappe Mehrheit der Österreicher dagegen
- NEWS-Umfrage: 45 Prozent sprechen sich dafür aus
- Gesundheitsminister Stöger fordert mehr Anzeigen
·"Da würde ich in die Ukraine auswandern"
VIDEO-Umfrage: Sollen Raucher ins Gefängnis?
·Rauchverbot in der Gastronomie im Visier
Stöger kündigt schärfere Kontrollen ab Juli an
·"Tschick" bereits bei
Elfjährigen ein Burner
Österreichs Jugendliche sind Rauch-Europameister
·Auf Raucher kommen noch teurere Zeiten zu
Zigarettenpreise steigen ab Februar wieder an

52 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher sind gegen ein generelles Rauchverbot in Lokalen und Gaststätten das ergibt eine repräsentative OGM-Umfrage im Auftrag von NEWS, die das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht. Immerhin 45 Prozent sprechen sich für eine radikales Verbot aus, drei Prozent schwanken. Nur in der Gruppe der über 50-jährigen haben die Verfechter eines totalen Verbots mit 52 Prozent einen leichten Überhang, bei den unter 30-jährigen sind 60 Prozent gegen ein generelles Verbot.
Weitere brisante Zahlen zur Raucherdebatte: Auch wenn die Übergangsfrist zum Tabakgesetz erst mit 1. Juli in Kraft tritt, sehen sich die Behörden bereits jetzt mit einer Anzeigenflut aus der Bevölkerung konfrontiert. Aus einem NEWS auszugsweise vorliegenden Rohbericht des Gesundheitsministeriums mit dem Titel "Evaluierung der Nichtraucherschutzbestimmungen" geht hervor: Allein in Wien wurden im Vorjahr 3.197 Anzeigen wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tabakgesetz eingebracht. Davon entfielen 1.665 auf Wirte, der Rest auf Shoppingmall-Besitzer, Lokalbetreiber in Einkaufszentren und Privatpersonen. Signifikantes Detail: 543 der Wiener Anzeigen aus dem Vorjahr sind noch anhängig was heisst, dass sie noch nicht behandelt werden konnten.
Stöger fordert mehr Anzeigen und droht Trafikanten
Dennoch fordert SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger die Bevölkerung auf, ab 1. Juli im Bedarfsfall noch entschiedener gegen Wirte vorzugehen: "Anzeige erstatten, und wenn das die BH nicht innerhalb eines vernünftigen Zeitraums abstellt, erneut Anzeige erstatten", rät der Ressortchef im NEWS-Interview. Zudem verschärft Stöger den Kurs gegen Trafikanten, die an Jugendliche Zigaretten verkaufen: "Ich garantiere, dass das für den Trafikanten höchst gefährlich wird. Ich melde ihn der Monopolverwaltung." Und weiter: "Wer so was tut, hat kein Recht mehr, eine Trafik zu führen." Auch über eine Erhöhung der Zigarettenpreise um bis zu 55 Cent denkt Stöger laut nach: "Zumindest vier Euro", antwortet er auf die Frage, wieviel ein Päckchen Zigaretten zumindest kosten soll die derzeit billigsten Zigaretten kosten 3,45 Euro.
Mehr dazu lesen Sie im aktullen NEWS 12/2010!
