Donnerstag, 25. März 2010

Beim Rauchverbot herrscht keine Einigkeit:
Knappe Mehrheit der Österreicher dagegen

  • NEWS-Umfrage: 45 Prozent sprechen sich dafür aus
  • Gesundheitsminister Stöger fordert mehr Anzeigen

52 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher sind gegen ein generelles Rauchverbot in Lokalen und Gaststätten – das ergibt eine repräsentative OGM-Umfrage im Auftrag von NEWS, die das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht. Immerhin 45 Prozent sprechen sich für eine radikales Verbot aus, drei Prozent schwanken. Nur in der Gruppe der über 50-jährigen haben die Verfechter eines totalen Verbots mit 52 Prozent einen leichten Überhang, bei den unter 30-jährigen sind 60 Prozent gegen ein generelles Verbot.

Weitere brisante Zahlen zur Raucherdebatte: Auch wenn die Übergangsfrist zum Tabakgesetz erst mit 1. Juli in Kraft tritt, sehen sich die Behörden bereits jetzt mit einer Anzeigenflut aus der Bevölkerung konfrontiert. Aus einem NEWS auszugsweise vorliegenden Rohbericht des Gesundheitsministeriums mit dem Titel "Evaluierung der Nichtraucherschutzbestimmungen" geht hervor: Allein in Wien wurden im Vorjahr 3.197 Anzeigen wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tabakgesetz eingebracht. Davon entfielen 1.665 auf Wirte, der Rest auf Shoppingmall-Besitzer, Lokalbetreiber in Einkaufszentren und Privatpersonen. Signifikantes Detail: 543 der Wiener Anzeigen aus dem Vorjahr sind „noch anhängig“ – was heisst, dass sie noch nicht behandelt werden konnten.

Stöger fordert mehr Anzeigen und droht Trafikanten
Dennoch fordert SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger die Bevölkerung auf, ab 1. Juli im Bedarfsfall noch entschiedener gegen Wirte vorzugehen: "Anzeige erstatten, und wenn das die BH nicht innerhalb eines vernünftigen Zeitraums abstellt, erneut Anzeige erstatten", rät der Ressortchef im NEWS-Interview. Zudem verschärft Stöger den Kurs gegen Trafikanten, die an Jugendliche Zigaretten verkaufen: "Ich garantiere, dass das für den Trafikanten höchst gefährlich wird. Ich melde ihn der Monopolverwaltung." Und weiter: "Wer so was tut, hat kein Recht mehr, eine Trafik zu führen." Auch über eine Erhöhung der Zigarettenpreise um bis zu 55 Cent denkt Stöger laut nach: "Zumindest vier Euro", antwortet er auf die Frage, wieviel ein Päckchen Zigaretten zumindest kosten soll – die derzeit billigsten Zigaretten kosten 3,45 Euro.

Mehr dazu lesen Sie im aktullen NEWS 12/2010!

25.3.2010 11:13
brabus, 25. 03. '10 14:44
Rauchverbot
Am Beispiel der aktuellen Diskussion und Kommentare erkennt man wieder einmal die Inkompetenz des zuständigen Politikers. Nur zu. Alle kriminalisieren. Vernaderung und Denunziantentum fördern anstatt vernünftige Lösungen anzubieten. Österreich, du hast die Politiker die du verdienst (weil gewählt). Die Bananenrepublik lässt grüßen.
donalonsoildefonso, 24. 03. '10 17:18
Diskriminierung
schön langsam sollten die Raucher an eine Sammelklage wegen Diskriminierung denken !!
Denn genau das ist es was derzeit mit den Rauchern gemacht wird !! sie werden Diskriminiert !
Der Staat schimpft über die Raucher und wie viel sie dem Gesundheitssystem kosten, aber wieviel der Raucher an Steuern bezahlt davon spricht niemand !

Die Politiker sollen einfach sagen Rauchen ist illegal, Tabakverkauf ist illegal und Ruhe ist, dann gibt es in Österreich keine Zigaretten mehr zu kaufen, es gibt tausende arbeitslose Trafikanten, ein riesen Loch im Steuersäckel, aber gesunde Bürger die dann länger leben und das Pensionssystem belaste, aber nicht mehr das Gesundheitssystem !!
ein hoch auf die EU !! *sarkasmus AUS*
Dantine, 24. 03. '10 22:49
Re: Diskriminierung
Man könnte vielleicht die Politiker fragen, womit ihre Gehälter gezahlt werden, wenn die dicken Steuern von Tabak und Treibstoff ausfallen! Ob sich diese Gesundheitsapostel jemals Gedanken darüber gemacht haben, was das Rauchen Steuern einbringt?
Ausserdem: Warum MUSS ich auf einmal aufhören mit dem einzigen Laster, das ich mir als Rentner NOCH leisten kann?
Kein Nichtraucher ist jemals von einem Raucher gezwungen worden, sich in ein Raucherlokal zu setzen!
Aber umgekehrt müssen wir Raucher uns verdammen lassen!
Also SO darf es doch wirklich nicht sein!
Antal, 24. 03. '10 16:26
die nächste Wahl
Stöger, Heinisch-Hosek & Co. kosten die SPö auch die nächste Wahl
skorpion1100, 24. 03. '10 13:22
Herr Stöger das ist Typisch SPÖ
Braucht die SPÖ wieder Geld? Nicht nur das der Mindestpreis nicht EU-Konform ist, brauchen sich diese Politiker nicht wundern wenn der Schmuggel boomt. Unsere Politiker glauben zum einen teuere Preise mehr Geld in der Kasse, zum anderen das Rauchverbot in Lokalen sagt andererseits genau das Gegenteil. Als Raucher bist du inzwischen Mensch zweiter Klasse, genauso wenn Du auf ein Amt gehts!! Meine Zigaretten und Sprit kaufe ich mir daher wie viele andere schon wo anders nur nicht in Österreich, auch kaufe ich mir keinen Kaffee mehr wenn ich meine Zigarette dazu nicht rauchen kann.!! Es ist ja nur gut das ich mein Geld ausgeben kann wo ich will. Und es hat den selben Wert wie von einem NICHTRAUCHER!! Außerdem brauche ich mich nicht Diskreminieren lassen oder von Militanten Nichtraucher anpöbeln.
MyHomebound, 24. 03. '10 13:51
Re: Herr Stöger fordert, mehr Vernadern..(Anzeigen)
..im 2. Weltkrieg hatte auch die Vernaderer Hochsaison....
Die Steuern der Raucher sind aber sehr willkommen und werden gerne eingestreift..Das ALLES, die ganzen DEP(B)ATTEN rund um den RAUCH, hat einen sehr schalen Beigeschmack, da ja gar nicht mehr vorrangig von GESUNHEIOT gesprochen wird, sondern nur mehr von der Höhe der Strafen und mehr Anzeigen, die alles nur eins sollen: GELD bringen...und so hetzt man RAUCHER und NICHTRAUCHER aufeinander...wie damals...traurig, mir kommts hoch
Vasant, 24. 03. '10 12:44
Meiner Meinung nach sind Umfragen sehr unseriös ...
Wenn man z.B. nur einen gewissen Prozentsatz in einem
gewissen Umfeld befragt, dann ist dann ja schon eine
manipulierte Umfrage. Wenn ich z.B. bei einem Bushido
Konzert eine Umfrage zum Thema Sido mache, dann
weiß ich vor der Umfrage schon was dabei rauskommt;)

So lange man nicht ALLE Österreicher zu Themen und
Richtlinien befragt, dann zählt für mich keine einzige
Umfrage als seriös.

Und wie leicht man sich Umfragen, Prognosen etc.
drehen kann sieht man ja an der Politik, wo ein
Faymann jede Niederlage als "Aufholjagd" bezeichnet;)
Freak40, 25. 03. '10 13:38
Re: Meiner Meinung nach sind Umfragen sehr unseriös ...
Stöger lenkt nur ab von der Käsedebatte, typisch SPÖ dieses vertuschen
packer, 24. 03. '10 12:12
Statistik ???
Traue keiner Umfrage die du nicht selber manipuliert hast.

Also dieses Ergebnis kann ja wohl nicht wahr sein. Denn wo ich hinhöre sagt eine klare Mehrheit, aus mit den halben Geschichten. Ein generelles Rauchverbot und aus, vorher wird es keine Ruhe geben.
MyHomebound, 24. 03. '10 15:11
Re: Statistik ???..vorher wird es keien Ruhe geben
Wenn ich nur bzw. einen Großteil in meinem Bekanntenkreis, der Nichtraucher (sogar einige militante darunter) wegen einem generellen Rauchverbot frage, habe ich auch "MEINE klare Mehrheit". Nun zu ...wird es keine Ruhe geben WIR ALLE leben in einem FREIEN LAND, und JEDER SOLL und KANN dorthin gehen, wo er will....Es soll !!!!! KEINER !!!! einen anderen bevormunden, und wenn jeder dorthin geht, wo er den anderen nicht stört oder sich vom anderen gestört fühlt, müßte es unter ZIVILISIERTEN Lebewesen ( ? !) wohl möglich sein...oder erlaube ich mir ganz einfach - weil ja die Nichtraucher so tolerant sind - eine falsche Schlußfolgerung daraus abzuleiten..