Mittwoch, 24. März 2010

Winter-Tourismus brachte mehr Gäste:
Immer weniger wollen bei uns übernachten

  • Weniger Besucher aus Deutschland und Holland
  • Februar bringt Nächtigungsminus von 1,4 Prozent

Österreichs Touristiker konnten sich in der bisherigen Wintersaison über mehr Gäste freuen, mussten aber gleichzeitig ein Nächtigungsminus hinnehmen. Von November 2009 bis Februar 2010 ist die Zahl der Übernachtungen um 1,6 Prozent auf 43,45 Mio. gesunken, jene der Ankünfte leicht um 0,6 Prozent auf 10,54 Mio. gestiegen, teilte die Statistik Austria mit. Auch im Februar gab es ein Nächtigungsminus von 1,4 Prozent.

Gegenüber der ersten Wintersaisonhälfte haben sich die Nächtigungs- und Gästebilanz verbessert. Von November 2009 bis Jänner 2010 lagen die Nächtigungen noch um 1,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau, die Ankünfte um 0,2 Prozent darüber.

Mehr inländische Gäste
Bei ausländischen Gästen gab es sowohl bei den Übernachtungen (-2,7 Prozent) als auch bei den Ankünften (-0,8 Prozent) einen Rückgang, während bei inländischen Gästen sowohl bei den Nächtigungen (9,95 Mio.) als auch bei den Ankünften (3,14 Mio.) ein Zuwachs von 2,4 bzw. 4,2 Prozent verzeichnet wurde - ein neues Rekordniveau für die bisherige Wintersaison.

Gästen aus wichtigen Herkunftsländern verbuchten weniger Nächtigungen. Bei den Deutschen gab es ein Minus von 2,7 Prozent, bei den Niederländern einen Rückgang von 2,2 Prozent. Seltener übernachteten auch Besucher aus Großbritannien (-10,6 Prozent), Ungarn (-6,5 Prozent), Polen (-6,8 Prozent) und Rumänien (-13,9 Prozent). Positiv entwickelten sich hingegen die Nächtigungszahlen von Gästen aus Frankreich (+18,4 Prozent), Russland (+8,2 Prozent), Italien (+4,4 Prozent) und Belgien (+1,7 Prozent).

Verluste für Privatquartiere
Die höchsten relativen Verluste (-7,7 Prozent) verzeichnete Privatquartiere. Ein starkes Minus von 6,0 Prozent mussten auch 2-/1-Stern-Betriebe hinnehmen, die 4-/5-Stern-Hotellerie, wo 47,2 Prozent der Hotelnächtigungen stattfanden, verzeichnete hingegen ein Plus von 1,0 Prozent.

Im Februar wurden der Statistik Austria rund 15,87 Mio. Nächtigungen gemeldet, um 1,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wobei es sowohl bei den inländischen (-0,6 Prozent) als auch bei den ausländischen Gästen (-1,6 Prozent) einen Rückgang gab. Deutsche Besucher, die einen Anteil von 34,9 Prozent an den Gesamtnächtigungen erreichten, schliefen um 3,3 Prozent seltener in österreichischen Beherbergungsbetrieben, russische Gäste (+19,3 Prozent) hingegen häufiger. Jeweils ein zweistelliges Minus gab es bei Schweden (-11,5 Prozent) und Briten (-11,2 Prozent).

(apa/red)

24.3.2010 12:20
Vasant, 24. 03. '10 12:50
Wen wunderts ...
Im Jahr 2009 sind fast alle 4 Tage neue "Wellnessbetriebe"
eröffnet worden. In Österreich existieren ca. 900 Hotels
und Betriebe, die Wellness anbieten und im Vergleich dazu
in Deutschland (ca. 10x größer) gibt es "nur" 1.200 Betriebe. Das sagt schon sehr viel!

Das ist ein reiner Verdrängungsmarkt und wer sich dann
wundert, dass einige auf der Strecke bleiben dem kann
sowieso keine Logik mehr helfen. Im Vergleich zu
anderen Ländern steht Österreich im Tourismus trotz
Krise enorm gut da.

Und wenn man überlegt, dass z.B. eine Österreich
Werbung uns im Ausland mit Pinguinen bewirbt, dann
kann man eh froh sein, dass überhaupt noch Leute
in unser Land kommen. Bei uns gibts auch keine
Kängurus;)