Sonntag, 28. März 2010

Vorhang auf für das Oberösterreich-Derby:
LASK will Riedern keine Geschenke machen

  • Kraft freut sich auf Wiedersehen mit seinem Ex-Klub
  • Gludovatz hofft auf bessere Chancenauswertung

Zum Abschluss der 27. Runde geht es heute (ab 15.30 Uhr live auf NEWS.at) um die Vorherrschaft in Oberösterreich. Der in dieser Hinsicht zuletzt leidgeprüfte LASK hat vor eigenem Publikum die Möglichkeit, mit einem Sieg über Ried den Rückstand auf die Innviertler auf zwei Punkte zu reduzieren und könnte dann am Osterwochenende mit drei Punkten in Ried sogar an der Truppe von Paul Gludovatz vorbeiziehen.

Dies wäre Balsam auf den Wunden, die dem LASK in den jüngsten Derbys zugefügt wurden. Aus den vergangenen fünf Duellen mit den Riedern schaute gerade einmal ein Punkt heraus, der jüngste Sieg gegen den Verein aus der oberösterreichischen Provinz datiert vom 8. August 2008 (2:1 in Linz). "Wir wollen die Vormachtstellung in Oberösterreich zurückgewinnen", lautet deshalb die Marschroute von Trainer Helmut Kraft, der seine Kicker nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Kapfenberg zum Putzen ihrer eigenen Fußballschuhe verdonnerte.

Kraft trifft seinen alten Klub
Für den 51-Jährigen bedeutet die Partie auch ein Rendezvous mit der Vergangenheit, schließlich betreute er die Rieder von Mai 2006 bis Oktober 2007 und holte in dieser Zeit den Vizemeistertitel ins Innviertel. "Ich habe mit Ried noch immer das beste Einvernehmen, Manager Stefan Reiter ist ein guter Freund von mir. Ich freue mich heute noch, wenn Ried gewinnt - außer gegen den LASK."

Aufgrund der jüngsten Misserfolge beider Mannschaft rechnet der Tiroler nicht mit einem Offensiv-Feuerwerk. "Es ist möglich, dass es wenig Chancen gibt, trotzdem erwarte ich ein flottes Spiel." Nichts zur Qualität des LASK-Spiels beitragen können Florian Metz (gesperrt) sowie Georg Margreitter (erkrankt), Jürgen Panis und Jürgen Macho (beide verletzt). Auch Rene Aufhauser kommt nach seinen gegen Kapfenberg erlittenen Cuts nicht zum Einsatz, dürfte aber bis zum für den LASK ungleich wichtigeren Cup-Viertelfinale am Mittwoch in Wiener Neustadt wieder fit werden.

Gludovatz arbeitet am Knopf-Aufgehen
Die Innviertler wiederum müssen neben dem langzeitverletzten Oliver Glasner mit Florian Sturm, Jonathan und Markus Hammerer alle Torschützen vom 3:0 gegen Mattersburg, dem einzigen Frühjahrssieg, vorgeben. Coach Gludovatz ist dennoch guten Mutes. "Zuletzt waren wir oft spielbestimmend, haben aber kein Tor gemacht. Jetzt müssen wir schauen, dass der Knopf aufgeht", forderte der Burgenländer.

Der 63-Jährige ist sich der Bedeutung des Spiels bewusst. "Man merkt schon, was das für ein besonderes Match für den Verein und das ganze Umfeld ist. Für drei Viertel der Innviertler ist es das Wichtigste, vor dem LASK zu sein. Überspitzt gesagt ist es ihnen lieber, wenn der LASK Zehnter ist und Ried Neunter, als Ried Dritter und LASK Zweiter", meinte Gludovatz.


LASK Linz - SV Ried:
(Linzer Stadion, 15.30 Uhr, SR Bieri/SUI).

LASK: Cavlina - Bubenik, Piermayr, Chinchilla-Vega, Prettenthaler - Hart, Majabvi, Prager, Saurer - Mayrleb, Kragl
Ersatz: Zaglmair - Alunderis, Skuletic, Kobleder, Zakany, Vujic
Es fehlen: Metz (gesperrt), Aufhauser, Panis, Macho, Bichelhuber, Margreitter (alle verletzt)

Ried: Gebauer - Hadzic, Stocklasa, Th. Burgstaller - Brenner, Mader, Schrammel - Lexa, Hackmair, Nacho - Nuhiu
Ersatz: Auer - Gabriel, Rajic, Ziegl, Grasegger, Huspek, Drechsel
Es fehlen: Glasner, Jonathan, Sturm, Hammerer (alle verletzt)

(apa/red)

28.3.2010 12:01