Salzburgs nächster Schritt Richtung Titel: Meister gewinnt Schlager gegen Sturm Graz
- Enttäuschende Steirer auch im 10. Anlauf erfolglos
- Svento, Wallner und Leitgeb fixierten verdientes 3:0

Die Salzburger Red-Bull-Arena bleibt für Sturm Graz in der Bundesliga eine uneinnehmbare Festung. Auch der zehnte Besuch der Steirer endete im Spitzenspiel der 26. Runde mit einer Niederlage. Meister Salzburg gewann durch Tore von Dusan Svento (25.), Roman Wallner (28.) und Christoph Leitgeb (49.) sicher und verdient 3:0 (2:0) und baute damit die Tabellenführung auf den ersten Verfolger Rapid wieder auf sechs Punkte aus.
Die Assists zu allen drei Treffern lieferte vor 12.600 Zuschauern Somen Tchoyi. Sturm vergab durch Klemen Lavric einen Elfmeter (58.), Salzburg-Keeper Eddie Gustafsson parierte damit auch den vierten Strafstoß in der laufenden Liga-Saison. Sturm musste Rang drei an die Austria abgeben, der Rückstand auf Salzburg beträgt bereits zwölf Zähler.
Salzburg-Coach Huub Stevens musste mit Ibrahim Sekagya (verletzt), Franz Schiemer und Marc Janko (jeweils gesperrt) auf drei Stützen seiner Truppe verzichten. Für Alexander Zickler, den Schützen des 1:1 am Sonntag in Wien gegen die Austria, war dennoch kein Platz in der Startformation, Stevens setzte auf Wallner. Seine provokante Ansage, dass er aufgrund der Schiedsrichterbesetzung (Gerhard Grobelnik) auf der Tribüne Platz nehmen werde, machte Stevens nicht wahr.
Sein lauffreudiges, aktives Team war von Beginn weg tonangebend, Chancen blieben jedoch zunächst Mangelware. Bis zur 25. Minute, in der eine Hereingabe von Somen Tchoyi von der rechten Seite von Simon Cziommer (aus abseitsverdächtiger Position) verlängert und von Svento aus kurzer Distanz verwertet wurde.
Vorentscheidung nach 28. Minuten
Schon in der 28. Minute fiel die Vorentscheidung. Wieder leistete Tchoyi von der rechten Seite die Vorarbeit und wieder sah Sturms Abwehr alles andere als gut aus. Wallner nahm sich den Ball geschickt mit und verwertete ins lange Eck. Sturm, das bis Mittwoch gemeinsam mit Salzburg das beste Frühjahrsteam gewesen war, enttäuschte in den ersten 45 Minuten auf der ganzen Linie und erspielte sich keine einzige wirklich gefährliche Chance.
Und defensiv blieben die Gäste auch nach der Pause äußerst fehleranfällig. Christian Prawda verlor den Ball an Tchoyi, dieser spielte zu Leitgeb und der Mittelfeldspieler traf von knapp außerhalb des Strafraums ins linke Eck (49.). Erst danach wachte Sturm auf und fand durch Klemen Lavric die ersten Hochkaräter vor (50., 51.).
In der 57. Minute legte Gustafsson Lavric und Grobelnik entschied auf Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an und scheiterte am Elfmeter-Killer aus Schweden. Gustafsson bewahrte damit die etwas nachlässiger werdenden Salzburger vor eventuellem Zittern im Finish. Stattdessen gab es nur noch ein lockeres Auslaufen in der letzten halben Stunde.
(apa/red)
