Montag, 22. März 2010

Pacult greift Liga-Boss an: Wiener stört
Rinner-Kritik an Schiedsrichter Einwaller

  • Rapid-Coach: "Aussagen eines Liga-Chefs unwürdig"
  • Steirer wehrt sich und ortet grün-weiße Klub-Politik

Im Zuge der Diskussionen über die Leistung von Schiedsrichter Thomas Einwaller im Schlager zwischen Sturm Graz und Rapid (1:1) hat Peter Pacult Kritik an Sturm-Boss und Bundesliga-Präsident Hans Rinner geübt. Dem Rapid-Coach missfielen die Aussagen des Steirers, der sich darüber geärgert hatte, dass Einwaller neuerlich ein Duell zwischen den Grazern und den Wienern geleitet hatte, obwohl er von Sturm seit zwei Jahren für eine Partie gegen den Rekordmeister abgelehnt wird.

Rinner wollte in dieser Angelegenheit sogar mit den Schiedsrichter-Chefs Johann Hantschk und Gerhard Kapl sprechen, was Pacult angesichts der Doppelfunktion des 47-Jährigen ein Kopfschütteln kostete. "Jetzt haben wir das Dilemma, dass er sich als Clubchef in die Bundesliga-Politik einmischt. Solche Aussagen sind eines Liga-Präsidenten nicht würdig, dann soll er nur Sturm-Präsident bleiben", sagte der Trainer der Hütteldorfer gegenüber der APA. Sein Club hatte sich vor der Wahl des Bundesliga-Präsidenten im vergangenen November vergeblich für den Rinner-Rivalen Dietmar Hoscher stark gemacht.

Rinner: "Lasse mich nicht provozieren"
Darin sieht Rinner auch einen Grund für die Pacult-Aussagen. "Ich lasse mich davon nicht provozieren. Man kennt ja die Einstellung von Rapid, deshalb gibt's dazu nichts zu sagen." Zu seiner Kritik am Tiroler FIFA-Schiedsrichter steht der Steirer nach wie vor. "Leider schafft es Einwaller nicht, ein Spiel zwischen Sturm und Rapid objektiv zu pfeifen", sagte Rinner, der sich vor allem über abgepfiffene Sturm-Angriffe in der Schlussphase ärgerte, denen angeblich Fouls vorangingen.

Auf die Vorwürfe wegen seiner Doppelfunktion reagierte der Unternehmer mit Unverständnis. "Ich kann das nicht nachvollziehen, denn als Sturm-Präsident darf ich doch meine Meinung sagen. Außerdem sage ich ja nicht als Liga-Chef, dass Einwaller nicht in der Bundesliga pfeifen darf. Ich bin nur der Meinung, dass er Sturm - Rapid nicht leiten sollte. Einwaller hat Spiele von uns gegen andere Mannschaften geleitet, die in Ordnung waren", erklärte Rinner.

(apa/red)

22.3.2010 15:00
silbermond66, 22. 03. '10 19:40
einige schiedsrichter sind "wienlastig"
einige schiedsrichter sind sehr wohl "wien-lastig", d.h. sie
pfeifen sehr wohl bei spielen von austria wien bzw. rapid
gegen bundesländerverreine immer wieder für rapid bzw.
für austria wien. das ist immer so gewesen und wird es
leider auch in zukunft sein. das kommt meiner meinung
nach noch von der zeit, als eben die wiener verreine die
meisterschaft unter sich ausmachten. gott sei dank ist
diese zeit vorbei. jetzt haben eben auch bundesländer-
verreine die chancen auf den titel, nur wollen das
anscheinend einige schiedsrichter immer wieder verhindern
diesen schiedsrichtern tun anscheinend rapid und austria
leid, weil sie nicht vorne mitspielen, besonders für rapid
scheint hier bei diesen schiedsrichtern sehr viel mitleid
vorhanden zu sein. warum ist das so?
sidestep, 22. 03. '10 19:58
Re: einige schiedsrichter sind
Eines ist klar: Kärnten hatte in den letzten 6 Spielen 5 Ausschlüsse. Von den 5 Ausschlüssen, das garantiere ich, wären 4 nicht gegeben worden, wäre Kärnten nicht Letzter in der Tabelle. Hätten Spieler von Salzbvurg, Rapid oder Austria Wien oder auch Sturm Graz die ganz selben Vergehen gemacht, wäre alles mit einer gelben Karte abgegangen weil die "Pfeifen" bei einem Pacult nie mehr gepfiffen hätten, hätten sie bei Rapid solche roten Karten gezogen. Aber beim Tabellenletzten kann man sich das erlauben. Noch dazu wenn der so einen Schwachkopf als Präsident hat wie den Canori der sich alles gefallen läßt und nichts kritisiert! Aber bezeichnend für die "Pfeifen" ist ja, dass sie sich beim Letzten austoben und bei den ersten schwächeln oder feige sind.
silbermond66, 22. 03. '10 21:37
Re: einige schiedsrichter sind
da kann ich nur zustimmen, es ist für die schiedsrichter
einfach leichter, einen verein, der letzter ist, zu benach-
teiligen, als einen tabellenführer usw. nur sind das dann
keine schiedsrichter mehr, so wird die meisterschaft auch
von den schiedsrichtern beeinflusst und oft auch entschieden.
Berndorferbaer, 22. 03. '10 18:11
besser machen und nicht dauernd mosern!
als ehemaliger schiri wundert mich immer wieder, daß trainer, die am bankerl sitzen, sich die frechheit herausnehmen, zumal fast jeden pfiff eines schiedsrichters zu kritisieren und am ende des spieles noch frech komentieren. das alles ohne irgendwelche konsequenzen seitens der FIFA. selber machen, spiel leiten und dann komentieren. der spielleiter sieht es doch von seiner position aus ganz anders als jener, der nur auf seinem bankerl rumhockt und blöde sprüche los läßt. zumal es nicht einfach ist, es einem jedem menschen recht zu machen. würden wir drüber, danebenschüsse und die fehlpässe der spieler komentieren, bliebe unsere pfeife das halbe spiel stumm.