China überholt USA: Rund 25 Millionen
Euro in erneuerbare Energien investiert
- Volksrepublik ist auch größter CO2-Produzent
- Pew-Studie: In USA fehlen konkrete Vorgaben

·Pflanzenvielfalt vom Aussterben bedroht
Klimawandel bewirkt Globalisierung der Flora
·Saubere Energien: China überholt USA
Rund 25 Mio. Euro in Klimaschutz investiert
·Abschied von Tiger,
Eisbär und Nashorn?
Massenaussterben geht
unvermindert weiter
China hat einer Studie zufolge im vergangenen Jahr erstmals mehr Geld in die erneuerbaren Energien gesteckt als die USA. Peking investierte 34,6 Mrd. Dollar (25,9 Mrd. Euro) und damit weit mehr als jedes andere Land in der Gruppe der 20 mächtigsten Wirtschaftsnationen (G-20), wie das unabhängige Pew-Forschungszentrum in Washington erklärte.
Die USA gaben demnach 2009 nur 18,6 Mrd. Dollar für saubere Energien aus. China habe sich zum weltweiten "Kraftwerk für erneuerbare Energien" entwickelt, lobte Phyllis Cuttino von Pew. Vor fünf Jahren habe die Volksrepublik gerade einmal 2,5 Mrd. Dollar für grüne Energien ausgegeben.
Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch
China ist mittlerweile noch vor den USA der größte Produzent des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 weltweit. Doch Peking habe die "strategische Entscheidung" getroffen, in erneuerbare Energien wie die Wind- und Sonnenkraft zu investieren und sich auf diesem Feld eines der ehrgeizigsten Ziele weltweit gesetzt, hieß es in der Pew-Studie. Demnach investieren auch Großbritannien, Spanien und Deutschland kräftig in erneuerbare Energien. Großbritannien steht der Studie zufolge mit 11,2 Mrd. Dollar auf Platz drei weltweit, Spanien gibt demnach den größten Anteil am Bruttoinlandsprodukt für Investitionen in grüne Energien aus.
Für den Rückgang der Investitionen in erneuerbare Energien in den USA - um 42 Prozent 2009 im Vergleich zum Vorjahr - machen die Autoren der Pew-Studie die Wirtschaftskrise und die Politik verantwortlich. In den USA fehle die klare Richtung. Die von Präsident Barack Obama vorangebrachte Gesetzgebung zum Klimaschutz hänge im Senat fest. Ein Vertreter einer Solarfirma sagte in Washington, in den USA habe es auf diesem Gebiet noch nie "Gewissheit oder Vorhersehbarkeit" gegeben. Eine durchdachte und konsistente Energiepolitik fehle seit Jahrzehnten.
(apa/red)
