Breite Unterstützung der Bevölkerung:
Fast 45.000 Unterschriften für Heinz Fischer
- Grüne sprechen sich für derzeitigen Amtsinhaber aus
- Einreichfrist zu Ende: Drei Bewerber für die Hofburg

·Hofburg-Wahl hat dritten Kandidaten
Christen-Chef Gehring mit 8.000 Unterschriften
·Fischers turbulenter
Wahlkampf-Auftakt
NEWS.at begleitete die Tour des Präsidenten
Bundespräsident Heinz Fischer geht mit fast 45.000 Unterstützungserklärungen ins Rennen um die Hofburg. Damit übertraf er nicht nur bei weitem die geforderten 6.000 Unterschriften, sondern auch die Zahl seiner Unterstützungserklärungen bei der vergangenen Wahl. Auch Rudolf Gehring, Obmann der Christen-Partei, hat am Freitag seine Unterstützungserklärungen - er kam auf knapp 8.000 - bei der Bundeswahlbehörde eingereicht. Nachdem die Einreichfrist um 17.00 Uhr endete, ist es nun fix, dass es bei drei Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl bleibt.
Während die FPÖ schon am Dienstag rund 10.500 Unterschriften für Barbara Rosenkranz vorgelegt hatte, wurden Freitagvormittag Fischers Unterstützungserklärungen - verpackt in rot-weiß-rote Schleifen bzw. Bänder mit den Bundesländerwappen - von Kampagnenkoordinator Stefan Bachleitner und Vertretern der Überparteilichen Initiative für Fischer im Innenministerium eingereicht. 2004 hatte Fischer rund 40.000 Unterschriften vorgelegt, die nunmehr fast 45.000 seien ein "sehr sehr schönes Ergebnis", meinte Bachleitner.
Gehring hat Stichwahl im Visier
Gegen Mittag rückte dann auch Gehring an, um der Bundeswahlbehörde knapp 8.000 Unterschriften zu übergeben. Ein "überwältigender Erfolg", so der 61-Jährige. Sein Wahlziel - eine Stichwahl zwischen ihm und Fischer - hält er jedenfalls für "realistisch".
Grüne unterstützen Fischer
Keine offizielle Wahlempfehlung für Fischer gibt es nach wie vor von den Grünen - nachdem Parteichefin Eva Glawischnig schon bekanntgegeben hatte, Fischer zu wählen, tat dies am Freitag aber auch Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner. Rosenkranz und Gehring seien für die Grünen nicht wählbar. Scharfe Kritik übte Wallner bei einer Pressekonferenz an der ÖVP, die indirekt dazu aufgerufen habe, weiß zu wählen. Für 11. April laden die Grünen jedenfalls zu einem öffentlichen Hearing mit Fischer ein, Fragen werden vorher im Internet gesammelt (www.gruene.at/fischer_nachgefragt). Für Rosenkranz warfen sich hingegen am Freitag 16 freiheitliche Frauen ins Zeug, um bei einer Pressekonferenz der "Frau und Mutter mit Stärke und Charakter" den Rücken zu stärken.
(apa/red)
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