Freitag, 26. März 2010

Hofburg-Wahl hat einen dritten Kandidaten:
Christen-Chef meistert Unterschriftenhürde

  • Gehring: "Kandidat der Bürger & nicht der Apparate"
  • Habsburg scheitert - Ortet "massive Behinderungen"

Knapp 8.000 Unterstützungserklärungen hat der Obmann der Christen-Partei, Rudolf Gehring, am Freitag bei der Bundeswahlbehörde im Innenministerium eingereicht. Ein "überwältigender Erfolg" meinte Gehring vor Journalisten. Sein Wahlziel, eine Stichwahl zwischen ihm und Bundespräsident Heinz Fischer, hält er für "realistisch".

Gehring und seine Frau Edeltraud wurden von Robert Stein, Leiter der Wahlabteilung, empfangen, um die in vier Kartons verpackten Unterstützungserklärungen zu übergeben. Gehring betonte abermals, sich für die Schwachen der Gesellschaft - etwa ungeborene Kinder, Arbeitslose oder Familien - einsetzen zu wollen. Gehring ist nach Heinz Fischer und Barbara Rosenkranz somit der dritte Kandidat im Rennen um die Hofburg.

Nicht geschafft hat es hingegen Ulrich Habsburg-Lothringen. Nach eigenen Angaben schaffte er es nicht, die notwendigen 6.000 Unterschriften zu sammeln. In einer Aussendung beklagte er "massive Behinderungen" seitens der Gemeindeämter und Magistrate, so habe es etwa teilweise keine Formulare gegeben.

(apa/red)

26.3.2010 17:53
wong, 26. 03. '10 12:50
gratulation
zur kandidatur, die mit 6000 unterschriften besiegelt worden ist!
auch wenn ich ob seiner erzkonservativen ansichten mit diesem herrn nicht kann, begrüsse ich diese kandidatur aus demokratiepolitischen erwägungen!
clavacs, 26. 03. '10 11:08
Menetekel an Demokratie
Der Verlauf der Bundespräsidentenwahl in Österreich offenbart ein Menetekel an Demokratie, umso mehr, als der BP in Österreich direkt vom Volk gewählt wird. Im Verlauf dieser Wahlauseinandersetzung spiegelt sich das ganze Desaster, was die Politik über die Jahre an der Demokratie angerichtet hat, schlimmer kann das Desinteresse kaum noch werden. Wir bekommen offensichtlich immer wieder die Politiker die wir verdienen, dann brauchen wir uns auch nicht zu beschweren.
Gequasselt und gescholten wird viel, geht es darum, sich für Veränderungen einzusetzen und einzubringen, erlahmen die Bestrebungen meist sehr schnell, dann ist man nicht einmal mehr bereit, Wahlwerbern, die erforderliche Unterstützung zuteil werden zu lassen.
www.mitwirken.eu
clavacs, 26. 03. '10 11:07
Bärendienst
Funktionierende Demokratien erfordern mündige und interessierte Bürger, allein schon deshalb, damit die gewählten Vertreter, nicht in den Irrtum verfallen, sie könnten mit uns Menschen|Bürgern, ohnehin machen, was sie wollen.
Die System-Inquisition und der konspirative System-Journalismus haben mich erfolgreich verhindert, unserem Land erweisen sie damit allerdings einen Bärendienst, davon bin ich fest überzeugt.
No we cannot! No Change!