Run auf die Hofburg ist eröffnet: Fischer startet heute offiziell in den Wahlkampf
- Amtierender Präsident hält Grundsatzrede im MAK
- Rosenkranz will nach Ostern mit Wahlkampf starten

·Präsidentenwahl entzweit die Regierung
"Demokratiepolitischer Skandal ersten Ranges"
·Rosenkranz auf den Spuren von Le Pen
Der NEWS.at-Vergleich der rechten Kandidaten
·"Vielleicht ist 'Krone'
gar nicht so mächtig"
Heinz Fischers Abstecher ins Studierendenheim
Bundespräsident Fischer hat zum Wahlkampfauftakt deutliche Kritik an seiner freiheitlichen Konkurrentin Barbara Rosenkranz geübt, ohne diese beim Namen zu nennen. Gleichzeitig appellierte er im Wiener Museum für Angewandte Kunst an die Bürger, am 25. April nicht ungültig zu wählen, wie das einige Vertreter der ÖVP vorgeschlagen haben. Rosenkranz wird ihren Wahlkampf erst nach Ostern starten.
"Kann man sich wirklich wünschen, dass ausgerechnet beim Bundespräsidenten fehlende Glaubwürdigkeit durch eidesstattliche Erklärungen ersetzt werden muss?", fragte Fischer ohne Rosenkranz zu nennen, die sich erst nach heftiger Kritik und einer Aufforderung der "Kronen-Zeitung" in einer eidesstattlichen Erklärung von nationalsozialistischer Ideologie distanziert hatte. Und weiter: "Warum sollte man in schwierigen Zeiten unser Land mit der Hypothek von Unsicherheit und Umstrittenheit belasten?"
Seinen Optimismus für die Wahl am 25. April begründete er damit, dass er damit rechne, "viele Verbündete" zu finden. Das gelte für Sozialdemokraten, Christdemokraten, für Grüne und Liberale sowie für Parteifreie und alle, die sich zu seinen Grundsätzen bekennen, meinte Fischer.
Gegen Rassismus
Fischer bekräftigte, dass er auf der Basis der Prinzipien des Humanismus und der Menschenwürde bei gleichzeitigem Bekenntnis gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit auch in den nächsten sechs Jahren das Amt des Bundespräsidenten ausüben möchte. Sein Motto "Unser Handeln braucht Werte" gelte für alle Bereiche der Gesellschaft.
Ob Fischer und Rosenkranz die beiden einzigen Kandidaten bleiben werden, wird sich am Freitag endgültig zeigen. Bis dahin müssen alle Bewerber die 6.000 Unterschriften, die für ein Antreten nötig sind, im Innenministerium einreichen.
(apa/red)
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