Reform der Salzburger Osterfestspiele: Umstrukturierung nun endlich auf Schiene
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Neun Jahre für Sponsor der Salzburger Festspiele

Nach tagelangen Auseinandersetzungen, Missverständnissen und Querelen in der Öffentlichkeit, scheint einer Umstrukturierung und Neuorganisation der Salzburger Osterfestspiele jetzt nichts mehr im Wege zu stehen. Auch die heikle Frage, wann die von Stadt, Land und Fremdenverkehrsfonds zugesicherte Ausfallshaftung in der Höhe von einer Million Euro schlagend wird, ist entschieden.
Landeshauptfrau Burgstaller und Bürgermeister Heinz Schaden betonten, dass zuerst die Beiträge des Fördervereins herangezogen werden würden, bevor die Haftung fällig werde. Der Förderverein, in dessen Kassen zur Zeit 1,8 Millionen Euro liegen, wird also in die Pflicht genommen. Allerdings sollen Rücklagen erlaubt sein - immerhin darf der Verein bis zu 750.000 Euro für die Budgets der kommenden Jahre zurück behalten. So stellte Peter Raue, Anwalt der Berliner Philharmoniker klar, dass die sogenannte Ausfallshaftung der öffentlichen Hand de facto eine Subvention sei.
Auch Olaf Maninger von den Berliner Philharmonikern machte deutlich, dass es egal sei, in welcher Reihenfolge das Geld ausgegeben werde. "Wir werden alles Geld brauchen. Hochkultur kostet eben Geld. Immerhin, wir wollen die Jugendprojekte ausbauen, wir wollen die Eintrittspreise um bis zu 30 Prozent senken und das Festival damit zugänglicher machen und wegbringen vom ausschließlich elitären Festspielhaus-Umfeld."
Die neue Gesellschaft, in der auch in Zukunft durchschnittlich sechs bis sieben Mitarbeiter vollzeitbeschäftigt sein sollen, wird die Osterfestspiele ab der Saison 2012/2013 veranstalten. Es wird eine Eigentümerversammlung geben, in der das Land, die Stadt, die Salzburger Land Tourismusgesellschaft (SLT) je 20 Prozent halten.
(apa/red)

