"Wir schaffen das allein": Griechenland will die aktuelle Finanzkrise selbst bewältigen
- Papandreou: "Wir haben kein Geld verlangt"
- Ruft Opposition zur engeren Zusammenarbeit auf

·EU-Länder einig über Hilfe für Griechenland
Wie Model aussehen soll, ist aber noch unklar
Griechenland wird die Finanzkrise nach den Worten von Ministerpräsident Giorgos Papandreou alleine bewältigen und braucht dazu kein Geld aus dem Ausland. "Wir haben kein Geld verlangt. Wir werden es alleine schaffen", sagte Papandreou im Parlament in Athen. Szenarien, wonach Griechenland aus der Eurozone austreten könnte, bezeichnete er als "Erfindungen".
Er forderte die gesamte politische Opposition angesichts der schwierigen Lage zum Schulterschluss mit der Regierung auf. Dem schloss sich der Chef der oppositionellen konservativen Partei Nea Dimokratia (ND) Antonis Samaras an. Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit nützten nichts, sagte Samaras. "Wir dürfen uns jetzt nicht selbst die Augen rauskratzen", fügte er hinzu.
Griechenland hofft auf einen Mechanismus, der es der Regierung in Athen erlauben würde, Kredite zu vertretbaren Zinsen aufzunehmen. Darüber könnten die EU-Regierungschefs bei ihrem Frühjahrsgipfel am 25. und 26. März in Brüssel entscheiden. Das angeschlagene Griechenland zahlt derzeit fast 3,3 Prozentpunkte mehr an Zinsen für Kredite als Deutschland. Dem Land, das Mitglied der Eurozone ist, droht wegen immenser Schulden der Staatsbankrott.
(apa/red)
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