Sonntag, 28. März 2010

Bürgermeister-Stichwahl in Vorarlberg und
Tirol: 25 Gemeinden wählen ihren "Chef"

  • Überraschung in Tirol: Vier neue Orts-ChefInnen

Nach dem ersten Wahlgang am 14. März hat es in 25 Tiroler und drei Vorarlberger Gemeinden Bürgermeisterstichwahlen gegeben. In Tirol gab es zum Teil große Überraschungen gebracht. In mehreren größeren Orten wurden die Amtschefs abgewählt. Einen Machtwechsel gibt es unter anderem in Wörgl, in den Bezirksorten Kufstein, Imst und Reutte oder in der "Minarettgemeinde" Telfs.

In den Vorarlberger Gemeinden Hörbranz und Göfis konnten die beiden ÖVP-Amtsinhaber Karl Hehle und Helmut Lampert ihre Posten verteidigen. Damit müssen die Grünen, die in Göfis erstmals in Vorarlberg Chancen auf einen Bürgermeister gehabt hätten, weiter auf ihr erstes Gemeindeoberhaupt warten. In Thüringen (Bezirk Bludenz) setzte sich Harald Witwer gegen Amtsinhaber Berno Witwer durch (beide ÖVP).

Eine Abfuhr gab es für den Wörgler Bürgermeister Arno Abler (ÖVP), der sich SPÖ-Herausfordererin Hedwig Wechner mit 51,5 Prozent geschlagen geben musste. Unerwartet klar fiel auch die Entscheidung in Kufstein aus. Der unabhängige Kandidat Martin Krumschnabl erreichte in der Festungsstadt 64,4 Prozent, ÖVP-Bürgermeister Herbert Marschitz nur noch 35,6 Prozent. In Imst kam es zu einem ÖVP-internen Machtwechsel. Der amtierende Bürgermeister ist Stefan Weirather, der sich mit 55,2 Prozent durchsetzte. Auf den bisherigen Bürgermeister Gebhard Mantl entfielen 44,8 Prozent.

Interne Machtkämpfe
In Reutte gibt es seit Sonntag doch weiter ein SP-Mitglied als Ortschef. Dort siegte Alois Oberer mit 50,3 Prozent. Er war mit einer eigenen Liste gegen den amtierenden SP-Ortschef Helmut Wiesenegg angetreten, der vor 14 Tagen nicht einmal mehr in die Stichwahl gekommen war.

VP-intern ging auch die Wahl in der "Minarettgemeinde" Telfs aus. In der Marktgemeinde siegte der aus der Bürgermeisterfraktion ausgetretene Christian Härting mit 52 Prozent gegen Amtsinhaber Stefan Opperer (beide ÖVP).

Tirols Gemeindeführungen werden weiblicher
Mit der Stichwahl wurden Tirols Gemeindeführungen zumindest ein kleines Stück weiblicher. Von den 279 Orten werden acht von Bürgermeisterinnen geführt. Bis zur Gemeinderatswahl vor 14 Tagen gab es nur zwei weibliche Ortschefs.

Die ÖVP zählte am Abend 236 anstatt bisher 238 Bürgermeister zu ihren Reihen. Bei den Gemeinderäten gebe es 2.550 statt bisher 2.320 VP-Mandatare. Die SPÖ sprach von 26 statt bisher 22 Ortschefs. Die FPÖ stellt einen Bürgermeister. Der "Rest" sind unabhängige Amtsinhaber. (apa/red)

28.3.2010 19:02
keinauto, 29. 03. '10 08:12
Gemeindekasier
Von 1970 bis 1983 gab es bei uns einen Sonnenkönig!!!
keinauto, 29. 03. '10 08:09
Gemeindekaiser!
Nur in Japan gibt es noch einen Kaiser!!!