Donnerstag, 25. März 2010

Bundesheer ist definitiv nicht kampffähig:
Verteidigungsaufgaben sind "nicht erfüllbar"

  • FORMAT exklusiv: Heeresinternes Strategiepapier
  • Weder Landes- noch EU-Verteidigung wäre möglich

Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hält der Chef des Generalstabes, Edmund Entacher, mehrere Aufgaben des österreichischen Bundesheer für "nicht erfüllbar". In einem heeresinternen Strategiepapier, das FORMAT exklusiv vorliegt, heißt es, dass ein Beitrag zur EU-Verteidigung, die territoriale Landesverteidigung und ein internationales Krisenmanagement mit Kampfeinsätzen nicht zu erfüllen sind.

Selbst die Landesverteidigung im Sinne von Ausbildung und der allgemeinen Einsatzvorbereitung sind bei Fortschreibung des Verteidigungsbudgets mit "größeren Aufgabeneinschränkungen" verbunden, heißt es aus dem Generalstab. In seiner Budgetanalyse ging der Generalstab allerdings noch vom ursprünglichen Heeresbudget laut Bundesfinanzrahmengesetz 2011 - 2013 aus. Nach den neuen Sparzielen muss Verteidigungsminister Norbert Darabos ab 2011 weitere 80 Millionen Euro einsparen, 2012 sind es dann sogar 129,5 Millionen Euro.

Wörtlich heißt es in dem Papier weiter: "Selbst der Bedarf der Priorität 1 ist in KEINER der präsentierten Budgetentwicklungsvarianten abdeckbar." Prioriät 1 bedeutet militärintern "Fähigkeitserhalt am unteren Ende", also keine Kampfeinsätze, sondern die reine Verwaltung der Truppeneinheiten.

Mehr dazu lesen Sie im aktuellen FORMAT 10/2010!

25.3.2010 15:12
brabus, 25. 03. '10 15:00
Bundesheer
Wird Zeit die alten Pläne für ein sehr kleines aber dafür effizientes Berufsheer vervorzukramen. Nur die Besten und alles was da so im Generalstab und knapp darunter herumfleucht wird gestrichen. Einfache Struktur, alle Bürohengste weg. Schlagkräftige Einsatztruppe - für den Fall des Falles, inklusive Terrorbekämpfung. Und den Präsenzdienst mit dem Zivildienst zu einem Katastrophenvorsorgedienst zusammenzuführen und das System vereinheitlichen (spart wieder jede Menge). Da hätte die Bevölkerung wenigstens was davon für ihr Steuergeld.
observer50, 25. 03. '10 16:24
Re: Bundesheer
Schon einmal nachgedacht was ein reines Berufsheer mit Deiner vielgepriesenen "Effizienz kostet?

Rechne ein Durchschnittsgehalt von 4000€ bei einer Stärke von 25000 Mann.
dann hast Du die Personalkosten !

Und um 500€ wird kein Staatsbürger sich für Dich einsetzen wollen. Bei jedem Wetter, in jeder Lage. Ihr Sicherheitspolitischen Vollstrategen kennt Euch immer so super aus.
Frage mal wieviel Verwaltungskosten die Caritas hat und ich glaube nicht, dass diese Organisation mit ihrem Geld Schindluder treibt.

Übrigens, falls du über 35 bist kandidiere zum Bundespräsidänten und ändere es.

Mann hab ich von solchen Leuten die Schna.... voll.
brabus, 25. 03. '10 17:13
Re: Bundesheer
@observer : wer braucht bei einer heutigen Bedrohungslage (von welcher Bedrohung sprechen wir überhaupt) 25000 Mann ? Und für die Auslandseinsätze die jeweils Kontingente von 300-500 Mann umfassen werden wir auch kein riesen Heer benötigen. Also bitte die Realität sich ansehen und an die tatsächlichen Bedürfnisse anpassen. Apropos Administration: genau da liegt der Hund (und die Kosten) begraben. Effizienz hat etwas mit minimaler Administration zu tun.
jdk1, 25. 03. '10 14:09
PEINLICH
aber eh klar... bei dem zirkusverein kann ja tatsächlich keiner was...

uns lacht jeder einfach nur aus...

ausser unsere "task forces"... die sind top...
observer50, 25. 03. '10 16:27
Re: PEINLICH
Wie bei einem Auto:

Keine Reperaturen bezahlen, immer nur fahren wenn man es braucht, jeden Tag am Morgen einen Tritt am Kotflügel und dann ärgern, wenn es kaputt ist und allen Leuten erzählen:
"Die Autos der Marke XY sind SCHEI....!"