Strache bemüht nun den Lügendetektor:
Streit um ORF-Reportage geht ins Skurrile
- "Lasse mich abstechen, wenn das nicht stimmt"
- FPÖ beharrt weiter auf ihren Manipulationsvorwürfen
·Rechtsextreme bei FPÖ-Veranstaltung?
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"der nicht existiert"
Strache gibt israelischer Zeitung Skandalinterview
·Von Verbotsgesetzen und Neonazi-Geistern
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FPÖ-Chef Strache hat seine Manipulationsvorwürfe gegen den ORF bekräftigt und will seine Aussage mit einem Lügendetektor-Test belegen. Er ist überzeugt, dass der Sender das Rohmaterial für eine Reportage mit zwei Skinheads - laut Strache "bezahlte Nazi-Statisten" - manipuliert habe und fordert personelle Konsequenzen beim ORF. Auch ein Sonder-Stiftungsrat soll sich mit der Causa beschäftigen.
Hintergrund: ORF-Redakteur Eduard Moschitz hatte für eine "Am Schauplatz"-Reportage eine Milieustudie mit zwei Skinheads gemacht. Im Zuge dessen brachte er die zwei Burschen zu einer FPÖ-Veranstaltung nach Wiener Neustadt. Die jungen Männer mischten sich dort in eine Gruppe von Strache-Fans, die sich für Autogramme und Fotos mit dem FPÖ-Chef anstellten. Dabei entstand ein kurzer Dialog, in dem Strache unter anderem abzuklären versuchte, wer ein mögliches Foto machen soll. Die beiden gaben an, keinen Fotoapparat zu haben, einer deutete aber auf die ORF-Kamera und sagte: "Die Kamera gehört zu uns." Danach ließ Strache die Polizei holen, weil er meinte, neonazistische Aussagen gehört zu haben. Er warf dem Redakteur vor, die beiden Skinheads dazu angestiftet zu haben. Der ORF bestreitet diese Vorwürfe und hat zum Beweis das Rohmaterial online gestellt. Die FPÖ hält dieses allerdings für manipuliert.
FPÖ ortet "Künigl-Gate-Skandal"
Strache erneuerte seine Vorwürfe. Als Beleg dafür, dass der Ton manipuliert worden sei, hat Strache die Mikrofone vor Ort gezählt. Demnach sind bei den Dreharbeiten drei Mikrofone im Einsatz gewesen: Ein Knopf-Mikrofon bei einem der Skinheads, ein Kameramikrofon und ein Richtmikrofon. Somit verfüge der ORF über drei Tonspuren und könne so das veröffentlichte Material manipulieren, meinte Strache.
Der FPÖ-Chef ortete einen "Künigl-Gate-Skandal" und verlangte personelle Konsequenzen in der ORF-Führungsetage. Er selbst will sich einem Lügendetektor-Test unterziehen, da er davon überzeugt ist, dass bei der Veranstaltung ein "Sieg Heil"-Ruf gefallen ist. "Ich lasse mich abstechen, wenn das nicht stimmt", so der FPÖ-Chef. (apa/red)
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