Studiengebühren und Aufnahmetests?
Zwei Drittel der Österreicher sagen "Ja"
- Umfrage: Nur 32 Prozent für offenen Uni-Zugang
- Sicherung von Arbeitsplätzen ist vielen wichtiger

Während zahlreiche Studenten für einen freien Hochschulzugang auf die Straße gehen, sehen andere keinen Grund zur Aufregung. Mehr als zwei Drittel der Österreicher sind für Studiengebühren und Aufnahmetests an den Universitäten. Nach den Studentenprotesten Ende des Vorjahres ist für die Bevölkerung aktuell mehr die Sicherung von Arbeitsplätzen und des Gesundheitssystems von Vorrang als die Bildungspolitik. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" hervor.
market hat am 17. und 18. März 704 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählte Personen online befragt. Dabei sprachen sich 68 Prozent für Studiengebühren und Aufnahmetests aus. Nur 32 Prozent treten dafür ein, den offenen Zugang zu den Universitäten aufrechtzuerhalten - 37 Prozent der Frauen und 52 Prozent der 15- bis 29-Jährigen.
Sicherer Arbeitsplatz wichtiger
82 Prozent der Österreicher sprechen sich dafür aus, dass sich Politik und Gesellschaft besonders für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen einsetzen sollen. Auf den Plätzen folgen der Erhalt des derzeitigen Gesundheitssystems (79 Prozent), sichere Pensionen (78 Prozent), das Aufrechterhalten der Umweltqualität (75 Prozent), Einsparen bei den Staatsausgaben (74 Prozent) und eine klare Regelung der Zuwanderung (73 Prozent).
Ein besonderer Einsatz für mehr Unterstützung bei den Anliegen der Universitäten und Fachhochschulen ist für nur 39 Prozent der Bevölkerung von Bedeutung. Im Fall des freien Uni- und Fachhochschulzugangs sind es gerade einmal 22 Prozent. Mit zwei Prozent haben nur Steuererhöhungen weniger Befürworter.
(apa/red)
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