Montag, 22. März 2010

Feldkircher Bischof weist Vorwürfe zurück:
Fischer verteilte keine 'wuchtigen Ohrfeigen'

  • 'Beim besten Willen' keine Erinnerung an Vorfälle
  • Gegen 'gesunde Watsch'n' - auch wenn sie helfen

Der Feldkircher Bischof Elmar Fischer hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach er in den frühen 1960er-Jahren drei Jugendliche in einem Sommerlager mit wuchtigen Ohrfeigen zu Boden gestreckt haben soll. Daran könne er sich "beim besten Willen" nicht erinnern. Zwar sprach sich Fischer gegen Gewalt aus, ergänzte aber auch, dass - im Einzelfall - "solche Aktionen für junge Menschen hilfreich sein können".

"Ich kann mich weder an ein Lager in Schoppernau im Bregenzerwald erinnern, noch daran, dass ich so etwas getan habe, beim besten Willen nicht", betonte Fischer angesichts der Vorwürfe, die ein heute als Journalist tätiger Mann in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" gegen ihn erhoben hat.

In einem am Wochenende veröffentlichten Hirtenbrief des Bischofs hatte er aber eingestanden, in einer anderen Situation einem Jugendlichen eine Ohrfeige verpasst zu haben. Dazu stand der Bischof, der in seiner Laufbahn zwölf Jahre Internatsleiter war, auch am Montag.

Als Befürworter der "gesunden Watsch'n" wollte sich der Bischof aber nicht verstanden wissen - er beziehe sich mit seiner Aussage auf den von ihm geschilderten Einzelfall. Heute sei der Geohrfeigte selbst Priester und habe dazu gesagt: "Es hat mir geholfen aufzuwachen".

Fischer meldet sich der Ombudsstelle
Da er nicht anders behandelt werden wolle als alle anderen, habe er die Ombudsstelle angewiesen, die Anschuldigungen gegen ihn zu prüfen. "Ich möchte das Gespräch mit den drei Männern führen und hoffe, dass es möglich wird", so der Bischof. Bisher habe man aber keinen Kontakt herstellen können.

Peter Rädler, Leiter der Ombudsstelle, versicherte das ernsthafte Bemühen seiner Institution, die Situation zu klären. Mittlerweile stehe Aussage gegen Aussage, nachdem sich ein Teilnehmer an dem Lager in den "Vorarlberger Nachrichten" öffentlich und anders geäußert habe als der Journalist im "profil".

(apa/red)

22.3.2010 12:30
pusher23, 22. 03. '10 15:07
Sehr gewichtige Informationen
Nachrichten? Naja...
1. sind Leute in dieser Zeit ständig (von Erziehungsberechtigten) geschlagen worden.
Meinem Vater wurde von der Lehrerin die Nase gebrochen. Zuhause gabs dann noch eine!
2. gehts hier um ein paar Schläge welche vor 50 JAHREN möglicherweise begangen wurden
3. ist mir das sowas von komplett egal, wenn ich mir anschaue, was sonst so Perverses abläuft von dem nicht berichtet, aber wohl gewusst wird!!
4. liegt der Artikel genau im aktuellen "Kirchenaustritt-Trend". Kein Zufall natürlich.
Bin ganz klar kein Freund der Kirche aber ich will wissen wen sowas interessiert?
Vasant, 22. 03. '10 13:21
Perverse Pfaffn ...
Der leidet sichtlich an Alzheimer und daher sollte man ihn
schleunigst suspendieren. Wenn man sich nämlich nicht an
seine Vergangenheit erinnern kann, dann kann man auch
keine Zukunft predigen!

Die Vertreter der Kirche dürften selbst alle einen schweren
psychischen Schaden haben und Gewalt bzw. sexuelle
Nötigung als Eigentherapie für ihr krankes Wesen nutzen.

Der Verein Kirche gehört jetzt aber mal ordentlich und
rasch ausgemistet ... mit einem werden sich die Pfaffn
schnell abfinden, nämlich auch im Knast gibts eine
Einheitskleidung ... nur halt ned in schwarz;)
Maika, 22. 03. '10 23:55
Re: Perverse Pfaffn ...
Bitte nicht gleich wieder auf alle Priester "Pfaffn"
schimpfen.
In den 60er Jahren war es an der Tagesordnung
Schüler zu schlagen. Das haben aber nicht nur Priester gemacht, sondern auch sehr viele Lehrer in den Schulen.
Meistens haben sozial schwache Schüler die meisten Schläge bekommen, die hatten keinen einflußreichen, starken Vater vor dem MAN Respekt hatte.
Ich kannte einige Lehrer die haben die Buben beim Kinn gepackt und sie mit dem Hinterkopf immer wieder gegen die Tafel geschlagen.
Bei den Mädchen waren sie nicht so brutal, die wurden meistens verbal gedemütigt. Solche Lehrer würde man heute vor Gericht bringen.