Feldkircher Bischof weist Vorwürfe zurück:
Fischer verteilte keine 'wuchtigen Ohrfeigen'
- 'Beim besten Willen' keine Erinnerung an Vorfälle
- Gegen 'gesunde Watsch'n' - auch wenn sie helfen

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Der Feldkircher Bischof Elmar Fischer hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach er in den frühen 1960er-Jahren drei Jugendliche in einem Sommerlager mit wuchtigen Ohrfeigen zu Boden gestreckt haben soll. Daran könne er sich "beim besten Willen" nicht erinnern. Zwar sprach sich Fischer gegen Gewalt aus, ergänzte aber auch, dass - im Einzelfall - "solche Aktionen für junge Menschen hilfreich sein können".
"Ich kann mich weder an ein Lager in Schoppernau im Bregenzerwald erinnern, noch daran, dass ich so etwas getan habe, beim besten Willen nicht", betonte Fischer angesichts der Vorwürfe, die ein heute als Journalist tätiger Mann in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" gegen ihn erhoben hat.
In einem am Wochenende veröffentlichten Hirtenbrief des Bischofs hatte er aber eingestanden, in einer anderen Situation einem Jugendlichen eine Ohrfeige verpasst zu haben. Dazu stand der Bischof, der in seiner Laufbahn zwölf Jahre Internatsleiter war, auch am Montag.
Als Befürworter der "gesunden Watsch'n" wollte sich der Bischof aber nicht verstanden wissen - er beziehe sich mit seiner Aussage auf den von ihm geschilderten Einzelfall. Heute sei der Geohrfeigte selbst Priester und habe dazu gesagt: "Es hat mir geholfen aufzuwachen".
Fischer meldet sich der Ombudsstelle
Da er nicht anders behandelt werden wolle als alle anderen, habe er die Ombudsstelle angewiesen, die Anschuldigungen gegen ihn zu prüfen. "Ich möchte das Gespräch mit den drei Männern führen und hoffe, dass es möglich wird", so der Bischof. Bisher habe man aber keinen Kontakt herstellen können.
Peter Rädler, Leiter der Ombudsstelle, versicherte das ernsthafte Bemühen seiner Institution, die Situation zu klären. Mittlerweile stehe Aussage gegen Aussage, nachdem sich ein Teilnehmer an dem Lager in den "Vorarlberger Nachrichten" öffentlich und anders geäußert habe als der Journalist im "profil".
(apa/red)
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