Erste Konsequenzen aus Missbrauchsaffäre:
Projektgruppe der Bischöfe nimmt Arbeit auf
- Überlegungen zur Einführung eines Opferfonds
- Auch Papst-Anweisungen für Irland sollen einfließen

·Kritik an Worten des
Papstes reißt nicht ab
Plattform 'Wir sind Kirche'
vermisst konkrete Inhalte
·Missbrauchsopfer
vom Papst enttäuscht
"Wollen von der Kirche endlich Taten sehen"
·Missbrauchsfälle
"erschüttern" Papst
Pastoralbrief befasst sich
ausschließlich mit Irland
·"Vertrauen junger Menschen verraten"
Auszüge aus dem Brief von Papst Benedikt XVI.
·Auch Johann Weber
räumt Fehler ein
Grazer Altbischof zeigt sich zutiefst betroffen
·Eine Million will aus der Kirche austreten
Missbrauchsaffäre lässt
"Schäfchen" davonlaufen
·Die Katholische Kirche am Pranger
KOMMENTAR: Missbrauch
- ein Kind des Schweigens
·VIDEO-Umfrage:
'Das Zölibat ist schuld'
Das hält Österreich von der Katholischen Kirche
Die von der Österreichischen Bischofskonferenz eingesetzte Projektgruppe zum Thema Missbrauch in der Kirche hat ihre Arbeit aufgenommen. Unter der Leitung des Wiener Generalvikars Franz Schuster beraten Experten über ein Gesamtkonzept zum Umgang mit derartigen Fällen. Zudem soll es konkrete Überlegungen zur Einführung eines Opferfonds geben, berichtete der "Standard".
Die Projektgruppe wurde auf Initiative der Bischofskonferenz eingerichtet. Bis zur Sommervollversammlung in Mariazell sollen Modelle zum Umgang mit Missbrauchsfällen in den diözesanen Ombudsstellen erarbeitet werden. Als Vorbild für das bundesweite Gesamtkonzept dient dabei die Einrichtung in der Erzdiözese Wien. Eingebunden sollen bei dieser Vernetzung auch die österreichischen Orden werden. Auch die Anweisungen, die Papst Benedikt XVI. in seinem Brief an die Katholiken in Irland formuliert hat, sollen in die Arbeit einfließen, berichtete die "Kathpress".
Vier Untergruppen der Projektgruppe beschäftigen sich mit rechtlichen Aspekten, dem Umgang der Verantwortlichen im Anlassfall, mit der Koordination der Ombudsstellen und mit der Prävention. Eine vordringliche Aufgabe ist auch die Erarbeitung einheitlicher Standards für die anonymisierte statistische Erfassung von Verdachts-und Missbrauchsfällen im kirchlichen Bereich.
(apa/red)
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