REAKTIONEN auf Wahl in der Steiermark:
"Licht und Schatten" für Sozialdemokraten
- SPÖ: Kräuter zeigt sich erfreut über Ergebnis der FPÖ
- ÖVP: "Aufholjagd für die Landtagswahl ist eröffnet"
"Licht und Schatten" sieht SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter im Ergebnis der steirischen Gemeinderatswahlen. In einigen Gemeinden hätten die Sozialdemokraten "sensationell" abgeschnitten, als "Schatten" bezeichnete er das Ergebnis in Bruck an der Mur mit einem Minus von mehr als zwölf Prozentpunkten. Die Steiermark sei jahrzehntelang ein ÖVP-Kernland gewesen, es sei daher "jedem im Vorfeld klar gewesen, dass die SPÖ das historische Ergebnis von 2005 nicht wiederholen kann", sagte Kräuter. ÖVP-Pendant Kaltenegger sieht nach den Erfolgen die "Aufholjagd für die Landtagswahl eröffnet".
Dass demnach die Sozialdemokraten auch das historische Ergebnis bei der Landtagswahl nicht wiederholen werden können, wollte Kräuter so nicht sehen. Wenn die ÖVP glaube, aus den Gemeinderatswahlen schon jetzt eine Rückeroberung des Landeshauptmanns herauslesen zu können, wäre das voreilig, so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer.
Erfreut zeigte sich Kräuter darüber, dass die FPÖ wie schon in Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg "wieder unter den Erwartungen" geblieben sei. Das zeige, dass der Kurs von Heinz-Christian Strache und seiner Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz abgelehnt werde.
"Aufholjagd eröffnet"
Mit den Zuwächsen bei den steirischen Gemeinderatswahlen ist "die Aufholjagd für die Landtagswahl eröffnet", sagte VP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger in einer ersten Reaktion. Er sah wie sein Gegenüber von der SPÖ, Günther Kräuter, "Licht und Schatten", und zwar "Licht bei der ÖVP und Schatten bei der SPÖ".
Der Volkspartei sei es gelungen, den Abstand zwischen ÖVP und SPÖ von nur wenigen Stimmen 2005 auf über sieben Prozentpunkte zu steigern. Damit sei auch die Aufholjagd für die kommende Landtagswahl eröffnet. Mit dem heutigen Urnengang setze sich eine lange Kette von Wahlerfolgen für die ÖVP fort, so Kaltenegger. Das sei der "Lohn für konsequente Arbeit" und ein "gutes Signal" auch für die kommenden Wahlen, sagte der VP-Generalsekretär.
(apa/red)

