"Drittes Konto" und "Fehlüberweisung": Neuer Buwog-Verdacht gegen Grasser
- NEWS liegt exklusiv parlamentarische Anfrage vor
- Kräuter: "Staatsanwaltschaft nimmt Grasser aus"

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Grasser: Nach Meinl- nun Buwog-Einvernahme?
In der Buwog-Affäre, in der es um die Vergabe von ca. 60.000 Bundeswohnungen um 961 Millionen Euro im Jahr 2004 sowie Zahlung von 9,9 Millionen Euro Provision geht, wird ein neuer Verdacht gegen den damals für diese Privatisierung verantwortlichen Finanzminister Karl-Heinz Grasser genährt, berichtet das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe. Eine parlamentarische Anfrage, die NEWS exklusiv vorliegt, thematisiert ein drittes Konto bei der Hypo Investment Bank Liechtenstein, auf welches Buwog-Provisionsmillionen geflossen sein sollen sowie eine angebliche Fehlüberweisung von eben dieser Bank auf ein Konto Grassers. Für Grasser, der in dem laufenden Buwog-Ermittlungsverfahren als Beschuldigter geführt wird, gilt die Unschuldsvermutung.
Die Hypo Investment Bank Liechtenstein steht, wie aus NEWS vorliegenden Ermittlungsakten der Soko Constantia hervorgeht, derzeit im Zentrum der Untersuchungen zu den Provisionsgeldern. Im Zusammenhang mit dem dritten Konto äußert SP-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter in der parlamentarischen Anfrage an Justizministerin Claudia Bandion-Ortner den Verdacht, die Staatsanwaltschaft nehme Grasser von Ermittlungsschritten aus. Kräuter fordert die sofortige Öffnung von Grassers Privatkonten, wie dies bereits bei den damaligen Grasser-Freunden Peter Hochegger, Walter Meischberger und Ernst Karl Plech geschehen sei. Gegen diese drei Personen, für welche die Unschuldsvermutung gilt, laufen Ermittlungen in Zusammenhang mit der Buwog-Provision.
"Grasser gehört gescannt"
Anfang März hatte die Staatsanwaltschaft den Verband österreichischer Banken und Bankiers per gerichtlicher Anordnung aufgefordert sämtliche Kontoverbindungen der Beschuldigten Hochegger, Meischberger und Ex-Buwog-Aufsichtsratsvorsitzenden Plech, der mit Grasser gemeinsam eine Immobilienfirma hat, bekannt zu geben. Warum Grasser ausgenommen wurde ist mir schleierhaft, er gehört selbstverständlich auch gescannt, fordert Kräuter. In der parlamentarischen Anfrage heißt es unter anderem konkret: Gibt es Erhebungen der Staatsanwaltschaft, wer neben den zwei Kontoinhabern Ernst Karl Plech und Walter Meischberger der Inhaber des dritten Kontos bei der Hypo Investment Bank (Liechtenstein) AG ist? sowie Werden im Rahmen der Ermittlungen Zahlungsflüsse wie zum Beispiel eine "Fehlüberweisung" von der Hypo Investment Bank (Liechtenstein) AG auf ein Konto des Ex-Finanzministers Karl-Heinz Grasser einer Bank in Kitzbühel untersucht?
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