British Airways hält den Betrieb aufrecht:
Streik hat bisher kaum Folgen für Fluggäste
- Protest des Kabinenpersonals für höhere Löhne
- Chef Walsh spricht von "schrecklichem Tag" für BA

Notfallpläne und wochenlange Vorbereitungen haben die Streiks bei der Fluglinie British Airways (BA) zum Teil auffangen können. Zwar fielen zahlreiche Flüge aus und einige Passagiere mussten stundenlang an Flughäfen ausharren, viele kamen aber auch wie geplant am Ziel an. Die Streiks des Kabinenpersonals waren um Mitternacht gestartet und sollen drei Tage dauern
Mehr als 1.000 Flüge müssen nach BA-Angaben gestrichen werden. In den kommenden Tagen werden vor allem am Londoner Flughafen Heathrow und auf Kurzstrecken Turbulenzen bei den Startzeiten erwartet. In Heathrow versammelten sich am Samstag die Streikenden zum Protest. Laut Gewerkschaft Unite bekamen sie Zuspruch von Gewerkschaften aus anderen Ländern, unter anderem Deutschland.
Das Unternehmen hatte im Vorhinein eigens neues Personal für die Streikzeiten organisiert und Passagieren zugesagt, rund 65 Prozent der Flüge normal abzuwickeln. Außerdem waren Plätze bei mehr als 60 anderen Fluggesellschaften gebucht worden, um die eigenen Kunden unterzubringen. Allerdings waren auch die Passagiere vorbereitet: Viele von ihnen hatten vorher umgebucht oder waren gleich auf andere Gesellschaften ausgewichen.
Teurer Streik
Der Schaden für BA soll schon jetzt mehrere Millionen Pfund betragen. An einem regulären Werktag befördert BA nach eigenen Angaben rund 75.000 Passagiere.
Der Streit dauert bereits Monate, es geht um Kürzungen beim Lohn und schlechtere Arbeitsbedingungen. Die angeschlagene Gesellschaft hat sich ein Sparprogramm verordnet. Bis kurz vor Streikbeginn hatte es noch so ausgesehen, als ob die Parteien sich einigen könnten. Eine zweite Streik-Welle soll dann vom 27. März an für vier Tage den BA-Luftverkehr lahmlegen.
(apa/red)
