Freitag, 19. März 2010

Kommunalkredit erhielt Polizei-Besuch:
Hausdurchsuchung bei verstaatlichter Bank

  • Vorwurf: Vorstand verhalte sich nicht kooperativ
  • Dementi: "Keine neuen Justiz-Fragestellungen"

Bei der Ende 2008 als erste österreichische Bank notverstaatlichten Kommunalkredit ist es zu Hausdurchsuchungen seitens der Staatsanwaltschaft Wien gekommen. Laut einem Sprecher der Kommunalkredit wird dem Vorstand der Bank vorgeworfen, nicht kooperativ zu sein, was die Herausgabe von Unterlagen betrifft.

Wie berichtet, hat der geschasste frühere Vorstandschef der Kommunalkredit, Reinhard Platzer, das Institut geklagt. Im Zuge dessen sei ein Gutachten von Deloitte erstellt worden, das auch an die Finanzmarktaufsicht (FMA) weitergeleitet worden sei, so der Sprecher. Die FMA habe in der Folge Strafanzeige gegen Platzer erhoben.

Um die Strafwürdigkeit von Platzer nun zu beurteilen, habe die Staatsanwaltschaft Unterlagen von der Kommunalkredit angefordert. Diese habe der jetzige Vorstand auch bereitgestellt, jedoch - zum Schutz von Kundendaten - mit geschwärzten Passagen. Der Bankvorstand sei dazu aufgrund des Bankwesengesetzes verpflichtet, so der Sprecher.

Nur ein alter Hut?
Der heutige Kommunalkredit-Vorstand unter Alois Steinbichler erklärte, dass es sich beim Verfahren gegen den Altvorstand Reinhard Platzer - Auslöser der heutigen Hausdurchsuchung - um ein altes Verfahren handelt. Es lägen keine neuen Fragestellungen vor.

Der Vorstand der Bank sei "kooperativ", hieß es in einer Mitteilung. Die Diskussion über die unterschiedlichen Rechtsstandpunkte dauere an. Man trachte, "eine den Gesetzen entsprechende Lösung" zu finden.
(apa/red)

19.3.2010 15:42
waldgaenger, 21. 03. '10 12:01
unverschämt
Da müsste man auch das Büro von Ministerin Schmid durchsuchen, sonst ist das sinnlos, eine Frechheit so eine Pleitebankdirektorin in die Regierung aufzunehmen, wo sie dann den Leuten erklärt wo es langgeht anstatt vor der eigenen Türe auszumisten