Mitarbeiter-Abbau bei Post geht weiter:
2010 werden rund 900 Postler arbeitslos
- Pölzl: 2010 wird ein schwieriges, aber stabiles Jahr
- 2009 brachte der Post zwölf Prozent weniger Gewinn

·Die Post macht mit
Ämterschließung ernst
24 Dienststellen in Tirol
auf der Abschussliste
·FORMAT: Unsere
Sorgenkinder 2010
Post muss fit werden,
AUA fliegt auf Sparkurs
Die Post setzt den Abbau ihrer beamteten Mitarbeiter auch 2010 fort. Im Vorjahr wurden 1.081 Stellen gestrichen, heuer sollen es 800 bis 900 sein. Der Großteil davon soll durch natürliche Fluktuation ausscheiden, ein Teil soll in den Verwaltungsapparat der Polizei wechseln, so Postchef Georg Pölzl.
Derzeit befinden sich ca. 150 Postler bei der Polizei, rund 500 Beschäftigte sind im "Karriere- und Entwicklungscenter" freigestellt, wovon mehr als die Hälfte gelegentlich Arbeit hat. Von den rund 21.000 Postlern in Österreich ist etwas mehr als die Hälfte beamtet und daher unkündbar.
Filialmitarbeiter hauptbetroffen
Pölzl erwartet sich heuer vor allem im Filialnetz Personalabbau, der Anteil der Post-Partner (Kaufhäuser, Gemeindeämter, etc.) soll weiter ausgebaut werden. Hier gebe es auch reges Interesse aus der ländlichen Kaufmannschaft. Auffallend ist: Die Produkte, die nur im klassischen Postamt angeboten werden (Finanzdienstleistungen, Handelswaren), mussten deutlich geringere Einbußen hinnehmen als Brief und Paket.
Problematik Internet
Ein zweischneidiges Schwert bleibt das Internet. Einerseits verringern E-Mails das Briefaufkommen, andererseits erhöht Online-Shopping den Paketumsatz. "Wir haben beim Privatkundenpaket ein stabiles Wachstum", so Pölzl. Wie überhaupt die Post heute ein "ordentliches Ergebnis" präsentiert habe. "Unsere Einsparungsanstrengungen haben gefruchtet", betonte Pölzl.
12 Prozent Gewinneinbußen
Die Post, an der der Staat noch 52 Prozent hält, wird heuer eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie ausschütten. Dies entspricht dem Vorjahreswert und liegt minimal über der Dividende 2007 - allerdings wurde 2007 und 2008 zusätzlich eine Sonderdividende von 1,00 Euro je Aktie ausgegeben. Der fünfköpfige Vorstand der Post AG erhielt 2009 eine Vorstandsvergütung von 3,4 Mio. Euro. Beim Betriebsergebnis musste die Post erwartungsgemäß ein deutliches Minus hinnehmen, der Umsatz ging leicht zurück. Das Betriebsergebnis gab um 11,9 Prozent auf 149,4 Mio. Euro nach, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen brach um 16,3 Prozent auf 269,2 Mio. Euro ein. Für 2010 erwartet Postchef Georg Pölzl ein schwieriges, aber stabiles Jahr. Für heuer wird eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie angestrebt.
(apa/red)
