Frauen an die Macht: David Hell
über obsolete männliche Domänen
- Quoten für Frauen sind zugunsten von uns Männern
- Kommentar: Was ist Ihre MEINUNG zu dem Thema?

Am 30. Juni 2010 zieht sich eine Symbol gewordene Frau zurück von ihrer Tätigkeit: Erste-Bank- Chefin Elisabeth Bleyleben-Koren legt ihr Amt zurück. Damit ist die Statistik der Frauen in der Wirtschaft um eine Nuance ärmer. 97 Prozent der Vorstandsposten in heimischen Aktiengesellschaften werden mit Männern besetzt. In der gesamten Wirtschaft sind nur 6 Prozent in der ersten Führungsebene Frauen. Und auch die Aufsichtsratsmandate werden überwiegend männlich vergeben.
Dieses Ungleichgewicht spiegelt sich auch in den Einkommen wider. Um durchschnittlich 40.000 Euro verdienen Frauen jährlich weniger und zwar im Topmanagement (laut Wirtschaftsforum der Führungskräfte). Nun hat die Deutsche Telekom einen Plan gefasst: 30 Prozent der Führungsmannschaft mit Frauen zu besetzen. Ob sich diese Quotenregelung bis zur Telekom-Tochter T-Mobile Österreich durchschlägt, wird sich zeigen. Zu hoffen bleibt es. Pionier ist seit 2006 Norwegen. Dort gilt die Quote per Gesetz. Seitdem müssen in öffentlichen Unternehmen 40 Prozent der Aufsichtsräte Frauen sein. Wer die Quote nicht erfüllt, zahlt Strafe. Und einen Vorteil hätte die Gender-Geschichte auch noch: Wenn meine Frau Generaldirektorin würde, dann wäre ich endlich Herr Generaldirektor.
David Hell
hell.david@news.at

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