Federer stolpert über Marcos Baghdatis:
Schweizer kann drei Matchbälle nicht nutzen
- Zypriote feiert seinen ersten Sieg im siebten Duell
- Federer: "Habe zu viele Möglichkeiten vergeben"

·"Oh Mann, ist das vielleicht langweilig"
Gwen & Gavin fadisieren sich bei Federer-Match
·Top-Ten bleiben gleich
Tennis-Weltranglisten: Vor Beginn der French Open. Stand vom 27.05.2012
Für Roger Federer ist das Masters-1000-Turnier in Indian Wells, Kalifornien, schon nach der dritten Runde zu Ende. Der topgesetzte Schweizer verlor trotz drei Matchbällen die Partie gegen den Zyprioten Marcos Baghdatis (ATP-Nr. 33) 7:5,5:7,6:7(4).
Der Sieg des Zyprioten über die Nummer 1 der Weltwar die Überraschung des Tages. Nach 2:22 Stunden beendete Baghdatis mit einem Service-Winner die Partie, worauf der als Nummer 27 gesetzte Sympathie-Träger in großen Jubel ausbrach und den Hartplatz des Center Courts küsste. Sechs Mal hatten die beiden zuvor gegeneinander gespielt - sechs Mal hieß der Sieger Federer. Für Baghdatis, der im vergangenen Sommer in der Weltrangliste bis auf Position 151 zurückgefallen war, ist es der wertvollste Sieg seiner Karriere.
"Marcos hat nie aufgegeben"
Seit Mai 2006 und dem Finale in Rom gegen Rafael Nadal hat Federer keine Partie mehr verloren, in welcher er einen Matchball hatte. "Ich hatte in diesem Spiel sowohl gute als auch schlechte Phasen", sagte Federer, "aber ich vergab zu viele Möglichkeiten, war in den Schlüsselmomenten zu passiv, und Marcos hat nie aufgegeben." Federer hatte im zweiten Satz bei 5:4 zwei Matchbälle und vermochte im dritten weder eine 4:1-Führung noch einen weiteren Matchball bei 6:5 zu nützen. "Der Grat zwischen Sieg und Niederlage war heute wirklich sehr schmal."
Sechs Wochen nach seinem Sieg bei den Australian Open in Melbourne und einer Lungeninfektion, die seinen Start in Dubai verhinderte, war der Schweizer in Indian Wells auf die ATP-Tour zurückgekehrt. Für Federer war es im 13. Spiel dieses Jahres die zweite Niederlage. Davor hatte er im Jänner im Halbfinale von Doha gegen den Russen Nikolaj Dawydenko verloren.
(apa/red)
