Samstag, 20. März 2010

Austria Kärnten beendet Negativserie:
Schlusslicht feiert 1. Sieg nach 17 Runden

  • Hierländer köpfelt das goldene Tor gegen SV Ried
  • Torschütze wird kurz vor Schluss ausgeschlossen

Austria Kärnten kann doch noch gewinnen. Das abgeschlagene Bundesliga-Schlusslicht setzte sich in der 25. Runde daheim gegen Angstgegner SV Ried mit 1:0 (1:0) durch und feierte damit den erst zweiten Saisonsieg. Stefan Hierländer beendete in der 31. Minute per Kopf die seit 12. September des Vorjahres bzw. 17 Spiele währende Durststrecke der Klagenfurter.

Für die um die Lizenz bangenden Kärntner war es nach der Eroberung des ersten Auswärtspunktes in der vergangenen Runde das zweite Erfolgserlebnis binnen einer Woche. Gegen Ried war die Austria in zuvor elf Partien inklusive Cup sieglos geblieben. Auf die Tabellensituation hatte der Sieg für das Schlusslicht wenig Auswirkung. Kärnten liegt nun zwölf Zähler hinter dem rettenden neunten Rang, Ried hingegen rutschte vom fünften auf den siebenten Platz zurück.

Trainer Joze Prelogar durfte vor der spärlichen Kulisse von nur 2.538 Zuschauern im EM-Stadion über den ersten Drei-Punkter seiner Ägide jubeln. Dabei sah es zunächst aus, als käme den im Frühjahr noch nicht auf Touren gekommenen Riedern das Gastspiel im Süden gerade recht. Die "Wikinger" starteten besser in die Partie, Kröpfl musste bei einem Stocklasa-Kopfball auf der Linie retten (13.), der umsichtige Rückhalt Schranz bändigte nach einem Eckball einen Kopfball seines Ex-Mitspielers Nuhiu (16.).

Schmeichelhafte Führung
Erst nach 20 Minuten kamen die mit fünf Akademie-Spielern eingelaufenen Kärntner besser in die Partie. Da aus dem Spiel heraus aber bei beiden Teams wenig gelang, musste eine Standardsituation herhalten. Der nach seiner Sperre wieder zurückgekehrte Dollinger zirkelte einen Freistoß in den Strafraum, den Hierländer ins lange Eck verlängerte. Für die Hausherren war die Führung schmeichelhaft, erwies sich Ried doch als aktivere Elf.

Die Innviertler, bei denen nach der Pause Nacho sein Comeback feierte, blieben auch nach dem Seitenwechsel klar feldüberlegen. Mit vielen hohen Flanken in den Strafraum zeigte sich die Mannschaft von Paul Gludovatz aber wenig einfallsreich, bei der besten Möglichkeit setzte Drechsel den Ball über das Tor (53.). Die immer tiefer stehenden Kärntner verlegten sich nur noch auf Konterattacken - mit Erfolg. Negativer Höhepunkt aus Klagenfurter Sicht war lediglich die Rote Karte gegen Torschütze Hierländer (87.) nach einem Disput mit Lexa.

SK Austria Kärnten - SV Ried 1:0 (1:0)
Klagenfurt, Hypo Group Arena, 2.538, SR Harkam.

Tor:
1:0 (31.) Hierländer

Kärnten: Schranz - Sollbauer, Elsner, Gramann, Salvatore - Pucker - Kröpfl, Hierländer, Dollinger (92. Wrienz), Kaufmann - Pink (89. Pusztai)

Ried: Gebauer - Hadzic, Stocklasa, T. Burgstaller - Brenner, Mader (78. Hammerer), Schrammel - Lexa, Drechsel (71. Hackmair), Huspek (46. Nacho) - Nuhiu

Rote Karte: Hierländer (87./Tätlichkeit)
Gelbe Karten: Pink bzw. Mader, Burgstaller

(apa/red)

20.3.2010 20:16