Montag, 15. März 2010

Irgendetwas stinkt noch beim Comeback:
Schumacher in Bahrain absolut mittelmäßig

  • Rekordchampion verlor 44 Sekunden auf Alonso
  • Selbst Teamkollege Rosberg fährt ihm um die Ohren

So übernatürlich große Ausmaße der Hype um das Comeback von Michael Schumacher angenommen hatte, so schnell war er auch wieder verflogen. Die Formel 1 hat neue Stars, das musste auch der Rekordweltmeister einsehen. Ohne großartig aufgefallen zu sein, kam Schumacher in Bahrain als Sechster ins Ziel. "Es wäre auch vermessen gewesen, zu denken, ich würde allen um die Ohren fahren", relativierte er.

Die hohen Erwartungen hatte vor allem die deutsche Öffentlichkeit geschürt, er selbst war vor seinem Comeback im Mercedes zurückhaltend gewesen. Erklärtes Ziel ist zwar der achte WM-Titel, Schumacher muss nach mehr als drei Jahren Pause aber laut eigenen Angaben erst wieder den Rhythmus finden. Allzu lange darf er sich damit freilich nicht Zeit lassen.

44 Sekunden Rückstand auf Ferrari
44 Sekunden verlor der einstige Superstar auf Sieger Fernando Alonso im Ferrari, landete nach einem unauffälligen Rennen hinter seinem 17 Jahre jüngeren Teamkollegen Nico Rosberg. Vorbei sind die Zeiten, als der deutsche Ausnahmekönner bis zu 13 Saisonrennen (2004) gewonnen hatte. "Schumacher hat niemand gesehen", schrieb die "Gazzetta dello Sport".

Schumacher war 2006 nach fünf WM-Titeln für Ferrari zurückgetreten, ein Comeback bei den Italienern hatten im Vorjahr Nackenprobleme verhindert. Körperlich ist der Deutsche zwar wieder voll auf der Höhe, dafür ist sein Silberpfeil noch nicht dort, wo er sein soll.

Einstand für Berger gelungen
"Er sitzt sicher schon in irgendeiner Ecke und denkt nach, wo er die Zeit finden kann", scherzte der Österreicher Gerhard Berger. Der Ex-Pilot bezeichnete den Einstand Schumachers dennoch als gelungen. Für Schumachers Ansehen wird es nun wichtig, den Teamkollegen in Schach zu bringen. Rosberg war am ersten Wochenende in allen Sessions schneller als der Altmeister - teils um fünf Zehntelsekunden. (apa/red)

15.3.2010 14:39
Vasant, 15. 03. '10 15:58
Erwartungen steckt sich jeder selbst!
Viele Fahrer schaffen es seit Jahren nicht unter die Top 10
und für ein Comeback ist der sechste Platz ja wohl mehr
als "nur" eine sehr gute Leistung! Noch dazu unter dem
Druck!

Jeder der geglaubt hat, dass Michael S. wieder kommt und
sofort auf den ersten Platz fährt, der hat keine Ahnung von
Rennsport bzw. Technik, die sich in den letzten Jahren hier
enorm verändert hat. Da muss man die Sache langsam
und gezielt angehen. Wenn er zu viel riskiert hätte und
dann vielleicht rausgeflogen wäre, dann wär das viel
schlimmer gewesen für die "tollen" Kritiker!

Und wer von den Spasten will denn bitte einem Herrn
Schuhmacher etwas über Rennsport erzählen? All die
Sonntagsfahrer mit ihren 90PS TDI Motoren;)

Das Comeback hat die Formel 1 enorm belebt!
Bestätigen auch die Quoten!
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