Dienstag, 16. März 2010

Katastrophenalarm auf den Fidschi-Inseln: Zyklon "Tomas" verwüstet Ferienparadies

  • Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 km/h
  • Durch Sturm bereits mehr als 50 Häuser zerstört

Wegen des verheerenden Wirbelsturms "Tomas" ist für den Norden und Osten der Fidschi-Inseln Katastrophenalarm ausgerufen worden. Nach bisherigen Informationen seien mehr als 50 Häuser zerstört worden, berichtete die nationale Katastrophenschutzbehörde. Die Schäden würden sich in den kommenden Tagen voraussichtlich ausdehnen. Außerdem gebe es unbestätigte Berichte über "ein paar" Todesfälle.

Besonders besorgt waren die Behörden um die nördlichen Inseln Cikobia und Qelelevu. Die Kommunikation mit diesen Inseln sei unterbrochen, seit der Sturm über sie hinwegfegte. "Tomas" zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern über die östliche Inselgruppe Lau hinweg. Der westliche Teil von Fidschi, darunter die größten Inseln Viti Levu und Vanua Levu, bekamen den Sturm nicht mit voller Wucht zu spüren. Dennoch wurden in vielen Teilen von Vanua Levu die Stromversorgung und die Telefonverbindungen unterbrochen.

Stärkster Zyklon seit 30 Jahren
"Tomas" ist einer der schwersten Zyklone seit 30 Jahren. Mehr als 10.000 Menschen harrten am Dienstag in Notunterkünften aus, berichtete Lokalmedien. Zyklon "Tomas" wütete unterdessen weiter.

"Tomas" hatte Wellen bis zu sieben Meter aufgepeitscht. Eine Frau war nach Angaben der Behörden von den Wellen auf das Meer hinausgerissen worden und ertrunken. Zahlreiche Dörfer wurden überschwemmt, Bäume entwurzelt und Strommasten beschädigt. Die Telefonverbindung zu der Insel war unterbrochen. Das Ausmaß der Zerstörung dürfte erst im Laufe der Woche bekanntwerden.

Nach Angaben der Touristenbehörde waren Besucher auf den Inseln nicht in Gefahr. Die Hotels und Ferienanlagen seien alle vorgewarnt gewesen und hätten sich vor dem Sturm mit Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten eingedeckt.

(apa/red)

16.3.2010 08:45