Rosenkranz & Glawischnig im Verbalduell:
"Kandidatur zurückziehen wäre anständig"
- Grünen-Chefin: "Wer provoziert, der erntet Kritik"
- FPÖ-Kandidatin: "Ich bin das Opfer einer Kampagne"
·NEWS-Umfrage: 81 Prozent für Fischer
Barbara Rosenkranz ist auf 19 Prozent abgestürzt
·Muzicant "tanzt" gegen Rosenkranz
IKG-Präsident unterstützt
Anti-Rosenkranz-Bündnis

Wenn links und rechts aufeinandertreffen, dann ist selten alles eitel Wonne. Als eindrucksvoller Beleg für diese These darf auf die TV-Debatte zwischen Barbara Rosenkranz und Eva Glawischnig verwiesen werden, in der der Gegenseite nichts, aber auch gar nichts geschenkt wurde.
Fehlende Verurteilung der NS-Taten und mangelnde Distanzierung des NS-Gedankenguts - Natürlich spricht auch Grünen-Chefin Eva Glawischnig in "Talk of Town" das dominierende Thema der letzten Wochen an, denn ihrer Meinung nach "geht es vielen Menschen auf die Nerven, dass die Republik von einer Partei in Geiselhaft genommen wird, die sich von diesen Verbrechen nicht distanziert. Schließlich wollen sie nicht, dass Österreich deshalb immer ins Nazi-Eck gestellt wird".
Daher richtet Glawischnig gleich einen Appell an die blaue Hofburg-Anwärterin: "Es wäre anständig, wenn Sie ihre Kandidatur zurückziehen. Oder sie schaffen es, einen ordentlichen Satz in den Mund zu nehmen und auszusprechen, welche Verbrechen in der NS-Zeit verübt wurden".
Opfer einer brutalen Kampagne
Diesen Appell ignorierend schlüpft Rosenkranz daraufhin in die Rolle des Opfers, nämlich das einer Kampagne, "die losgetreten wurde, weil die Zustimmung, die mir zuteil wurde, auch von den politischen Kontrahenten nicht unbemerkt blieb". Demzufolge sei auch ihre eidesstattliche Erklärung eine "Reaktion auf die Brutalität der Kampagne" gewesen.
Dies aber lässt Glawischnig so nicht gelten, erkennt sie doch bei den Freiheitlichen ein immer gleiches Muster: "Zuerst wird provoziert, dann werden sie kritisiert und dann stellen sie sich beleidigt ins Eck". Ihre klare Botschaft an die Freiheitlichen daher: "Wer provoziert, der erntet halt Kritik".
Die besten Szenen der TV-Debatte finden Sie hier auf NEWS.at:
Weitere Informationen zur Diskussionssendung "Talk of Town", die wochentags von 19:15-19:45 Uhr auf PULS 4 läuft, finden Sie unter www.puls4.com
(hoa)
5 Fragen zum Sparpaket15:55
Und jetzt?NEWS.AT beantwortet die wichtigsten offenen Fragen zum "Konsolidierungspaket"
Sparpaket17:25
Einspruch aus BernVerwirrung um Steuerabkommen: Schweiz will von Verhandlungen nichts wissen
Bombardierung von Dresden23:19
Protest gegen NeonazisDresden bildet eine Menschenkette gegen Neonazis und Missbrauch des Gedenktages
