"Tag des Zorns" der russischen Opposition:
Tausende bei Protest gegen die Regierung
- Gegen die Wirtschaftspolitik und für mehr Freiheiten
- Rücktritt von Ministerpräsident Putin wird gefordert

Tausende Menschen haben in mehreren Städten Russlands gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung und für mehr politische Freiheiten demonstriert. Viele Teilnehmer der Kundgebungen forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Putin. In Moskau verhinderte die Polizei eine Demonstration, Dutzende Aktivisten wurden festgenommen. Die Opposition hatte zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen.
Die Behörden der Hauptstadt hatten die Kundgebung nicht genehmigt. Die Aktivisten erklärten, eine solche Entscheidung sei wegen des verfassungsrechtlich garantierten Versammlungsfreiheit nicht nötig.
In der sibirischen Hafenstadt Wladiwostok beteiligten sich etwa 1.500 Menschen an dem Protest. In St. Petersburg forderten rund 1.000 Demonstranten auf Plakaten den Rücktritt von Putins Regierungsmannschaft. Die Polizei griff nicht ein. Ähnliche Demonstrationen waren in Dutzenden weiteren Städten im ganzen Land geplant.
Putin übernahm nach acht Jahren als russischer Präsident 2008 das Amt des Ministerpräsidenten. Die Opposition wirft ihm vor, viele der demokratischen Reformen der 1990er Jahre wieder rückgängig gemacht zu haben.
(apa/red)
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