Zehntausende Thailänder auf den Straßen:
Neue Massenproteste gegen die Regierung
- Arme Landbevölkerung als "Rothemden" unterwegs
- Regierung weist Forderung nach Neuwahlen zurück

·Bangkok: Protest mit extremem Ekel-Faktor
Schon wieder Blut bei Demonstration vergossen
·Video: Der leibhaftige
Obama in Afghanistan
US-Präsident mit einem überraschenden Besuch
·"Blutopfer" der Opposition in Bangkok
Blut Tausender Menschen bei Demo vergossen
·Blutlachen auf den Straßen von Bangkok
BILDER: Massenaderlass vor dem Regierungssitz
Zehntausende Regierungsgegner haben in der thailändischen Hauptstadt Bangkok mit einer weiteren Großdemonstration zum "Klassenkrieg" gegen die Regierung aufgerufen. Der Chef der Hauptstadtpolizei, Vichai Sangparpai, schätzte die Teilnehmerzahl auf 100.000. Die in rote Hemden gekleideten Anhänger des 2006 vom Militär gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra zogen in einer zehn Kilometer langen Kolonne aus Motorrädern, Autos und Kleinlastwagen hupend durch die Straßen.
Am (morgigen) Sonntag wollen die "Rothemden" genannten Oppositionellen mit Blut auf ein riesiges Stück weißen Stoffs ein Bild malen und Parolen schreiben. Bei einer Demonstration am Mittwoch hatten Oppositionelle Plastikbeutel voll Blut auf das Haus von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva geworfen. Mit der Schocktaktik wollen sie den Regierungschef zu Neuwahlen drängen.
Die Demonstranten verlangen den Rücktritt der Regierung und die Auflösung des Parlaments. Abhisit hat aber die Rückendeckung der Armee. Thaksin war im August 2008 ins Ausland geflohen, um seiner Gefängnisstrafe wegen Korruption zu entgehen. Sein Sturz spaltet bis die thailändische Gesellschaft. Thaksins Anhänger bekämpfen die sogenannten Gelbhemden von der "Volksallianz für Demokratie" (PAD) des Pressemagnaten Sondhi Limthongkul. Die PAD wird von den konservativen royalistischen Eliten getragen, die Thaksin, das entmachtete Idol der armen Landbevölkerung, von der Macht fernhalten wollen. Das Oppositionsbündnis UDD wird zum Teil von Thaksin finanziert. Die meisten Demonstranten sind seine Anhänger.
Im Verlauf der Woche hatten sich die Reihen der Demonstranten in Bangkok teils merklich gelichtet, doch stießen am Samstag wieder neue Teilnehmer hinzu. In einer dramatischen Aktion hatten die Organisatoren die Demonstranten in der Woche zum Blutspenden aufgerufen, und das Blut dann literweise vor dem Regierungssitz und dem Haus Abhisits verschüttet.
(apa/red)
Causa Buwog15:53
KHG-Anwalt verurteiltAnklage wegen Urkundenunterdrückung - Kanzlei weist die Vorwürfe zurück
US-Präsidentschaftswahlen15:05
Romneys Klotz am BeinDer milliardenschwere Investor macht dem Obama-Rivalen das Leben schwer
Altkanzler in Ungarn13:52
Schüssel lobt OrbanEx-Kanzler bei Konferenz in Budapest: "Regierung verdient Achtung für ihre Arbeit"
